Es gibt keine neutralen Gedanken


Auch wenn es uns meist nicht so vorkommt, weil unser Denken uns so vertraut ist, vertrauter als unsere eigene Haut – es gibt keine neutralen Gedanken. Jeder einzelne unserer Gedanken enthält eine Polarität – positiv oder negativ – anziehend oder ablehnend – bejahend oder verneinend. Jeder Gedanke, den du denkst, erschafft eine Präsenz, er manifestiert etwas im Geiste und verdrängt dadurch etwas anderes. Selbst ganz harmlose Sätze, wie „ich gehe mal einkaufen“ beinhalten etwas Polares, wie zB ich bleibe hier wo ich bin. Und Gedanken in Worte oder Handlungen ausgedrückt übertragen sich.

Ich würde behaupten, dass 90% menschlicher Konflikte aus exakt dieser natürlichen Polarität entstehen. Oder besser gesagt aus der unbewussten Polarität. Mit 90%, meine ich nicht die großen offensichtlichen Polaritäten wie Politik, Religion etc. worüber wir streiten, sondern die alltäglichen Beziehungskonflikte.

Wenn du dir bewusst bist, immer, dass jeder deiner Gedanken eine Polarität erzeugt, immer, und das in anderen hierzu ein Gegenpol existiert, weil du sonst deinem Gedanken gar nicht ausdrücken könntest, wirst du eine vollkommen neue Perspektive auf deine eigenen Gedanken bekommen aber vor allem auch auf Konflikte mit deinen lieben Mitmenschen, welche du evtl. gar nicht verstehst oder nachvollziehen kannst.

Jeder deiner Gedanken enthält durch seine Polarität eine polare Aufladung, und die passt mehr oder weniger gut zu den „Gedankenladungen“ der anderen. Kein Gedanke kommt isoliert daher sondern ist immer eingebettet in Kontext und wird ausgelöst durch andere Gedanken, ebenso wie er wiederum Gedanken auslöst. Das Feuerwerk von Gedanken und mit ihnen verbunden Reibungen in dir und außerhalb von dir.

Wie alles in der Physik und dem Universum streben auch deine Gedanken immer in den Ausgleich oder die Harmonie, auch in deinen Gedanken findet sich das Spiel des Seins wieder. Erst nichts, dann entsteht und erscheint ein Gedanken und mit ihm sein Gegenteil, da er nur so wahrgenommen werden kann im und durch den Kontrast zu etwas anderem.

Die Kraft der Gedanken

Über die Kraft der Gedanken wurde schon viel geschrieben, aber warum sie so kraftvoll sind, gibt es wenig Erklärungen. Klar, sie sind das einzige, durch was du überhaupt wahrnehmen und gestalten kann, aber was ist diese Kraft der Gedanken und warum gibt es sie überhaupt. Aus meiner Sicht ist sie nicht anderes und reiht sich ein in das universelle Prinzip aus dem alles ist, der Polarität und genau das gibt ihnen ihre Kraft und sie folgen wie (Elektro-)Magnetismus, Licht, und allen anderen Seins-Kräften diesen absolut selben Prinzipien.

Ein klarer, fokussierter, emotional verbundener und immer wieder wiederholter Gedanken – am besten noch isoliert von anderen ablenkenden Gedanken entwickelt eine ungeheurere Anziehungs- und Abstossungskraft. Er wird andere Gedanken bündeln und sich ausrichten und er wird sein Umfeld polarisieren. Er wird enorme Bewegung hervorrufen, innen wie außen. Ihm wird enorme Kraft zufließen durch Gedanken (in welche Form sie auch gebracht werden) die seiner Polarität entsprechen und er wird jede Menge Opposition erzeugen innen wie außen. Beides der Zuspruch und Zustrom ebenso wie die Auf- und Ablehnung, sind kein zufälliges Naturprodukt sondern sie entstehen durch und mit dem Urspungsgedanken.

Gedanken Wellen

Es ist wie der Stein, der ins Wasser geworfen wird. Dabei ist der Stein nicht der Gedanke, sondern der Impuls der ihn auslöst. Das erste ursprüngliche Wellental ist der Ursprungsgedanke. Es ist ein „Loch“ in der Wasseroberfläche. Welches nur und automatisch durch seine Gegenbewegung die Verdrängung und entstehenden Wellenberge erscheinen und wahrgenommen werden kann. Bleibt der Impuls einmalig, verläuft sich die Kraft. Wiederholt man den Impuls jedoch und das noch in bestimmten Rhythmen, kann so ein Stein eine ganze Menge Bewegung hervorrufen und in einem präzisen Muster sogar sich überlagernde Riesenwellen erzeugen.

Nicht zu denken, bedeutet nichts mehr wahrzunehmen, daher solange du wahrnimmst, sei dir gewiss, dass du denkst, auch wenn es dir nicht so vorkommst. Und denken ist nicht nur das, was du in deinem Kopf zu hören glaubst, sondern auch Bilder, Gerüche und empfundener Kontakt sind in ihrem Ursprung Gedanken, die das Wahrnehmen ermöglichen. Und jeder dieser Gedanken entsteht nur aus der Polarität hinaus.

Gedanken im Leben – Polarität und Harmonie

Was bedeutet dies für unser Leben? Das hängt davon ab wohin es dich zieht und wo im Sein du dich befindest. Zieht es dich in die Aktivität, an die Ränder und Extreme, ins Leben und Sein? Dann nutze die Kraft deiner Gedanken. Das ist gar nicht so schwer, es ist, wie gesagt, die Klarheit, der Fokus, die Wiederholung und emotionale Verbundenheit eines Gedanken, der dich anzieht. Je präziser und intensiver du diesen Gedanken in deinem Kopf bewahrst (auf allen Wahrnehmungskanälen) und alle anderen Gedanken ignorierst und beiseite legst, desto machtvoller wird er dein Sein ausfüllen und desto stärker wird er seine Wirkung auch im außen manifestieren. Erfolg, egal auf welche Ebene, ist im Grunde sehr simpel, es die Manifestation eines immer stärker werdenden Gedanken, durch Klarheit, Fokus, Wiederholung, Emotion. Kümmere dich nur darum, der Rest wird von ganz allein folgen. Aber sei dir bewusst und gewiss, die Polarität erscheint im selben Moment, ebenso wie zu dem Zuspruch die Ablehnung kommen und zu nehmen wird. Das ist und wird kein Leben in Harmonie, Frieden und Ausgleich sein, sondern es wird stattfinden an den äußeren Ende der Polarität auf dem Berg und im tiefen Tal.

Das Gegenteil davon ist das Streben und Leben in der Harmonie. Dem Mittelpunkt, der Null-Linie des Lebens, es ist der Stillstand und nahe dem Tode, was nur in unserer Gesellschaft als so negativ bewertet wird aber ein vollkommen natürlicher Zustand ist, der im Wert einem Leben auf der Überholspur absolut identisch ist. Zieht es dich dorthin, ist eine zu stark Fokussierung – auf welchen Gedanken auch immer – nicht hilfreich, denn er verstärkt den Impuls, die Polarität und damit die Kraft des Gedanken und die folgenden Auswirkungen und Manifestationen.

Der Weg der Mitte geht aber nicht in die Gedanken sondern darüber hinaus. Du wirst dir bewusst, das Denken ein von deiner Wahrnehmung nicht zu trennender Bestandteil ist, aber dir wird auch immer klarer, dass du nicht dein Denken bist, sondern das es je nach Konditionierung automatischer entsteht, abläuft und wieder vergeht. Es geht nicht darum die Gedanken loszuwerden, sondern im Gegenteil sie einfach da zu lassen wie sie kommen und gehen. Ihre natürliche Polarität zu akzeptieren und auch die damit einhergehende Zustimmung und Ablehnung im Innen wie Außen. Das führt dich „über“ deine Gedanken in die Harmonie und den Frieden nicht wegen oder trotz deiner Gedanken sondern einfach mit und in Existenz beliebiger Gedanken, die in dir aufkommen.

Du hast das Ruder nicht in der Hand

Für welchen Weg du dich entscheidest oder wo du dich innerhalb dieser Polarität positionierst, liegt nicht in deiner Hand, auch das ist das Ergebnis dessen, in welchem Strom der Gedanken du geboren bzw. erschienen bist und welche dich umgeben. Zieht es dich ins Manifeste und ins polare Spiel der Dinge, oder strebst du ins Einswerden. Alles was dich umgibt bestimmt das, und du bist wiederum Resonanz auf alles was dich umgibt. Ein ewiges Spiel. Und auch die Bewusstwerdung dieses Spiels, genauso was das intensive spielen des Spiels sind ein- und dasselbe Spiel – in deinem Kopf wahrgenommen und erscheinend durch deine Gedanken.

Die Kraft der Gedanken liegt darin begründet, dass alles was du empfinden kannst ausschließlich aus ihnen besteht. Deine Welt und du sind dein Denken, und nur durch die Polaritäten im Denken, die eine Unterscheidung der Phänomene hervorruft, realisiert sich diese Welt und du selbst in und vor dir. Ohne deine Gedanken bliebe das reine Potential der Wahrnehmung, die du auch und vor allem bist – durch die fehlende Polarität, wäre es dir aber nicht möglich etwas zu unterscheiden und zu erkennen bzw. wahrzunehmen. Du kannst deine Gedanken nicht denken, sondern sie folgen der Polarität wie alle anderen Phänomene auch – deswegen auch die Erkenntnis, das du gar nicht denkst sondern dein Denken dir geschieht. Versuch jetzt mal nicht zu denken, dann weißt du was ich damit meine.

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Der Wert der Dinge


Ich verstehe nicht, wie wir oder überhaupt jemals ein Mensch auf die idiotische Idee gekommen ist, das ihm etwas gehöre oder das etwas einen besondere Wert hat, im Vergleich zu den anderen Dingen.

Mit nichts kommst du in diese Welt und so sehr du dich auch bemühst, mit nichts wirst du sie verlassen. Du bringst rein gar nichts mit, im Gegenteil, das was du hast, bekommst du auch geschenkt, und du musst dich vergleichsweise wenig darum kümmern – wenn man mal bedenkt wie komplex der Körper und Geist sind.

Du entstehst wie von selbst und so verschwindest du auch wieder. Du hast nichts geschaffen und dir gehört auch nichts. Alles was du vllt glaubst, es gehöre dir, wurde geschaffen, lange vor deiner Zeit und wird auch dich überleben. Du hast Kinder? Selbst da hast du gar nichts geschaffen, selbst die Zellen aus denen dieses Wunder geschieht, hast du sie gemacht? Du hast Wertgegenstände, Erfolg oder „Besitz“ – all das fließt dir zu und es gibt nicht was du dafür oder dagegen tun könntest. Versuche das mal zu ändern – egal wo du dich gerade befindest, da bekommst du eine Ahnung wovon ich spreche.

Illusion des Besitzes

Wie willst du besitzen, was weder von dir ist, was du nicht geschaffen hast und wo du absolut nichts tun kannst, um es zu behalten. Merkst Du, was das mit dir machen wird? Du kämpfst und leidest oder genießt und bist stolz auf pure Illusionen und Einbildungen in deinem Kopf. Die Illusion, das etwas von dir wäre oder dir gehört, ist ein mentales Konstrukt, dass du vollkommen ungeprüft einfach übernommen hast. Wahrscheinlich erst wenn dir die „wertvollen“ Dinge genommen werden, beginnst du mal tiefer zu reflektieren, ob und was dir da eigentlich gehört und ob oder was du da wirklich verloren hast.

Die Ureinwohner Amerikas verstanden die Menschen nicht, die kamen und das Land aufteilen wollte. Eine geradezu groteske Idee, das ist so als wenn du deine Mutter in Körperteile aufteilst, und behauptest ihr Arm und das Bein gehörten jetzt dir. Aber deine Geschwister könnten dich ja bezahlen, um in den Arm genommen zu werden. (Mal ganz zu schweigen, was deine Mutter wohl dazu sagt, aber die wird in ihrer Liebe wohl fast alles erdulden).

Wert schafft Bewertung

Also was gehört dir dann und welchen Wert haben die Dingen? Dir gehört alles und nichts und alle Dinge besitzen natürlich den absolut selben Wert bzw. sie sind absolut wertlos – Wert schafft Wertung. Dein Körper gehört dir nicht. Du hast nichts zu seiner Schöpfung beigetragen, und bis auf die Energiezufuhr und ein paar eingebildete Körperpflegeprogramme, trägst du gar nichts zu seinem Wert oder seiner Erhaltung bei. Er kommt, er lebt, er vergeht – und wenn du dich nicht um die essentiellen Dinge kümmerst, wird er – in den meisten Fällen – selbst das für dich übernehmen, indem er deinen Geist neurologisch dazubringen wird – klar, das mit dem Sport und der Diät, war dann natürlich wieder Deine Idee!

Wie willst du denn irgendetwas besitzen, wenn dir noch nicht einmal dein Körper gehört und „gehorcht“? Hahaha! Wie der Hausgeist, durch den der ganze schöne Wein einfach hindurchfließt. Es ist eine Illusion, sie wird dir mit der Muttermilch verabreicht, und immer wieder solange bestätigt, bist du es selbst glaubst. „Mir gehört die Welt!“ – der Kinderspruch schlechthin. Das stimmt, du bist die Welt und alles darin, aber sie gehört dir nicht. Warum sollte sie auch, wenn du sie bist? Das was du deinen Körper nennst, ist ein Teil einen gigantischen Flusses. Lass den Dingen ihren Lauf. Kämpfe nicht mit Illusionen um Illusionen von Werten, es wird diese nur verstärken. Das Leben sorgt für sich, sonst wärest du gar nicht hier um das lesen zu können.

Der Wert der Dinge ist in den Dingen selbst, die Dinge sind der Wert und zwar ohne ein Label oder eine zusätzlich Bewertung von außen. Das Spiel der Energie und Atome in jedem einzelnen Ding, ist eine gigantisches Wunder einer Schöpfung, die wir alle weder verstehen, noch besitzen oder kontrollieren könnten. Wollen wir das überhaupt? Wollen wir diese Verantwortung für diese Komplexität – der einzelne ist noch nicht mal in der Lage mehr als 10 Dinge gleichzeitig zu kontrollieren oder aktiv in Besitz zu haben, wie wollen wir dann die Verantwortung für einen Körper oder eine ganze Welt tragen. Der Körper ist eine Sinfonie der permanenten Abhängigkeit, Kooperation und Synchronizitäten, perfekt eingestellt – nicht einfach erschaffen sondern entstehend als vorerst letztes Teil einer ewigen Kette – er ist ein Miniteil eines sehr langen, sehr alten Prozesses. Ich verstehe nicht, warum wir uns nicht einfach harmonisch einreihen, für die kurze Zeit unserer Bewusstseins in diesem Sein, in diese überall stattfindende Sinfonie. Aber wahrscheinlich ist auch das nur wieder eine illusionäre Wertung meines eigenen Geistes, der sich Frieden und Harmonie wünscht, statt das zu sehen und zuzulassen, was ist. Das einzige was ist.

Es gibt keine Regeln


Das Leben kennt keine Regeln. Nur wir – unser Geist, der macht aus Mustern gerne Regeln. Er kennt es nicht anders. Es ist für mich noch nicht mal klar, ob Prinzipien der Polarität und der Kausalität überhaupt gelten oder existieren, oder auch nur Teil einer interpretierenden Wahrnehmung sind. Aber bleiben wir mal konkret.

Im Leben suche ich, bilde ich, forme ich mich und mein Leben nach Regeln, bewusst und / oder unbewusst. Von mir selbst, von anderen und einer Mischung davon. Alle Regeln kommen von außen, und ich übernehme sie lebenslang, passe ich mich an und stelle sie selbst auf. Da darfst du, das nicht – das ist sozial, das assozial – das ist (tut) gut und das nicht – und so weiter und so fort. Ein Kopf voller Regel. „Ich habe keine Regeln“ – auch das eine Regel. Klar gibt es Regeln, immer und überall – es ist der Suchende und Erkennende, der wertende und kategorisierende Geist, der ohne Regeln nichts wahrnehmen würde.

Aber das Leben selbst kennt keine Regeln, oder besser alle Regeln sind genauso gut – wie nicht gut. Allein auf der Bandbreite menschlicher Vorstellungen und Aktivitäten bin ich sehr sicher, dass alles Vorstellbare bereits vollzogen wurde, durch den Menschen oder besser durch das durch ich ihn agierende Leben. Es fällt uns (in unserer eigenen Regelwelt im Kopf) schwer das zu akzeptieren. Aber Milliarden Menschen mit fantastilliarden von Lebenszeit haben definitiv bereits alles mit sich und anderen gemacht, was man sich vorstellen vermag (und ich glaube meine Fantasie reicht dafür gar nicht aus) – vom Bösen bis zum Guten. Es ist ein Kontinuum ohne eine Grenze oder Regel.

Alles ist erlaubt

Das klingt krass und radikal und wahnsinnig – dabei ist es einfach nur die Wahrheit und die logische Konsequenz des Beobachtbaren. Lasse ich meine beschränkenden Glaubenswelten mal einen Augenblick außen vor, gibt es nur noch eine Wahrheit – das was ist, ist im Leben und Sein okay, sonst würde es nicht existieren. Das Sein oder Leben kennt da keinen Unterschied, sonst gäbe es das ja gar nicht. Vieles davon kollidiert massiv mit meinem eigenen Bedürfnissen und Ängsten und meinen aus diesen abgeleiteten individuellen Regeln fürs Leben. Aber das bin ich und ich bin nur ein Teil des Gesamten – ich kann meine Vorstellungen nicht verallgemeinern und auf alles übertragen. Im Grunde weiß das auch jeder, selbst der radikalste Fundamentalist (und ich meine nicht nur religiöse Fanatiker). Und wenn ich weiß, dass ich nicht der Maßstab bin, muss ich mir alles anschauen, um die Maßstäbe zu begreifen. Und schaue ich auf das Ganze, gibt es, wenn überhaupt, nur eine Regel : alles ist erlaubt. Aber ich glaube, da gibt es gar keinen dualistisch, wertenden Geist dahinter. Es ist weder verboten noch erlaubt, es ist einfach, weil es ist. Es gab diesen schönen Motivationssspruch: alles was du Sehen und dir vorstellen kannst, kannst du auch schaffen und erreichen. Es ist einfach nur die pure Lust und Potenz des Seins, dass alles probiert und macht was geht. Ohne Ziel, ohne Plan, ohne Regeln.

„Meine Regeln – deine Regeln“

Und daraus haben wir ein lustiges Spiel gemacht! Von 0-99 Jahren! Meine Regeln – deine Regeln. Und wir lieben dieses Spiel und lieben uns damit zu ärgern und zu quälen. Das Tolle an diesem Spiel ist, man kann das echt mit allen spielen kamn. Zu zweit, in kleinen Gruppen oder auch global galaktisch. Und wenn gerade mal keiner zur Hand ist – auch und am liebsten allein und nur mit sich selbst.

Meine Regeln machen mich krank und wahnsinnig. Und das Schlimmste ist seit neustem auch noch die absolute Gewissheit, dass keine von ihnen irgendeinen tieferen Wert besitzt, geschweige denn absolut wahr wäre und die Erkenntnis, dass sie mich nicht verlassen werden, solange ich denke. Mein Geist braucht Regeln um zu sein – das beginnt mit der Regel, das Blau blau ist und endet in der versteckten Scham, Verachtung und Ablehnung meiner selbst und allem was nicht in mein innerestes (mir selbst nicht bewusstes) Regelbuch passt.

Meine Regeln treiben mich an, immer schneller, immer mehr und sie kommen noch nicht mal von mir selbst. Mein Verstand nimmt sie einfach aus meinem Umfeld auf und macht was eigenes draus. Niemand hat die identisch gleichen Regeln.

Keine Regeln – alle Regeln

Ich kann das nicht bekämpfen. Auch ein „jetzt mal weg mit allen Regeln“ ist wieder eine Regel. Es ist die Natur meines Verstandes – erst wenn ich ihn verlieren würde – ohne Verstand keine Regeln. Aber diese Erkenntnis und das tiefe Verstehen, das und warum das Leben alles zulässt und keine Regeln hat oder irgendeine Wertung anlegt, helfen mir zu sein, trotz aller meiner Regeln. Auch meine Regeln dürfen sein, und die Regeln all der anderen. Es ist okay, denn auch das ist ja das Leben.

Lass uns doch mal alles ver-Regeln. Also wenn schon bitte dann aber mal ganz und richtig. Was haben wir denn zu verlieren? Ist ein freies Leben mehr wert als ein Leben nach Regeln? Oje ein Leben ohne Regeln?! Jeden Tag, jede Sekunde, was soll ich tun, wer bin ich, warum überhaupt und mit wem? Das Leben das wir sind kennt keine Regeln, der Verstand der uns wahrnehmen und leben lässt kann nicht ohne sein, er ist schöpfende Kraft hinter allen Regeln. Als Leben brauchen wir ihn nicht, als menschliche Form zum überleben durchaus – wir könnten gar nicht ohne.

Lösen wir uns von allen Regeln, verlieren wir den Verstand, wir verlieren unser Leben und bleiben es trotz allem.

Schau genau hin auf deine Regeln. Du bist voll davon, du bist die Regeln, und sie widersprechen sich auch noch permanent. Das ist dann Level 2 – das Schattenspiel der Regeln. Spiele das Spiel mit. Meine Regeln, deine Regeln. Und vergiss nicht das die Regeln des „Bösen“ nicht wertloser oder wertvoller sind als die Regeln der „League of Justice“ – denn auch das ist nur eine weitere von dir und anderen erfundene Regel in DEINEM Kopf. Und nur weil alle unbedingt daran glauben, macht das eine Regel nicht wahrer. Auch das eine alt bekannte Regel – die Erde ist eine Scheibe! …. oder doch eine Scheibe?

Hinter den Gedanken


Auf dem Weg dachte ich immer die Gedanken müssten aufhören, mein Kopf muss leer werden. Meditieren sollte doch ein Weg sein den „Affentanz“ in meinem Kopf zu beobachten und dann zur Ruhe zu bringen. Ja er wird irgendwann aufhören, wenn mir der Kopf abfällt oder das Gehirn aussetzt. „Ich“ bin mein Gedanken. Allein der Satz „dachte ich immer die Gedanken müssten aufhören“ zeigt schon die Absurdität das ganzen Unterfangens und Denkens.

Alles was ich hier wahrnehme, geschieht durch meinen Verstand und mein Denken, hört der Verstand und das Denken auf, höre ich in meiner wahrnehmbaren Form auf, weil alles was ich von mir und meiner Welt wahrnehme, von meinem Gedanken gestaltet wird. Daher vergiss es, deine Gedanken werden für dich nie aufhören!!! Hören sie auf, hörst du auf, und dann spielt es für dieses „ich“ auch keine Rolle mehr.

Die Gedanken hören nicht auf und da wird auch nichts erleuchtet – es ist ein erkennen, eine Erkenntnis und die setzt plötzlich ein, von ganz allein. Wie willst du dir eine Erkenntnis außerhalb deiner Gedanken auch denken? Das ist unmöglich. Was bist du denn außer deinen Gedanken und dem was sie dir so den ganzen Tag lang erzählen über dich und dein Leben? Mal positiv, mal negativ, im steten Wechsel, egal wer du bist, was du tust und was du besitzt. Außerhalb und ohne deine Gedanken bist du nichts! Gar nichts, ein Niemand, du existierst nicht! Vielleicht noch in den Gedanken anderer, die mal in deinen Gedanken zu exisitieren schienen, aber ansonsten bleibt das Nichts von „dir“ übrig. Und genau diese Erkenntnis (welche die meisten Leute und deren „ich“ komplett ablehnen und erschreckt und verängstigt) ist das was du bist und worum es hier geht. Denn dieses nichts was bleibt hinter deinen Gedanken, dass ist das was du wirklich bist. Aber du kannst es dir halt nicht denken, denn wenn du es dir denkst, bist du ja schon wieder etwas. Und da du auch nicht nicht denken kannst, solange du dich wahrnimmst, bleibt dir nichts weiter übrig, als die Erkenntnis, dass du keiner dieser Gedanken bist, die dir kommen und dass du das bist, was bleibt, wenn deine Gedanken verschwinden. Was du aber nie wirst wahrnehmen können, weil dir die Wahrnehmung durch deinen Verstand, die dich jetzt komplett ausmacht, dann fehlen wird. In Wahrheit ist die Wahrnehmung durch deinen Verstand dein „ich“, aber dieses „ich“ sind halt nur deine Gedanken.

Eine Alternative

Es gibt allerdings eine Alternative zum Kämpfen (der gute alte Obi-Wan), und das ist vielleicht, das was dem nicht existenten Zustand eine „Erleuchtung“ am nächsten käme. Dem absoluten Frieden trotz und in allen Gedanken, Wahrnehmungen und der Polarität der Existenz. Hinter deinen Gedanken. Deine Gedanken hören nicht auf und werden nicht verschwinden. Ramana sagt so schön, der Zustand der Gedankenlosigkeit in der Meditation, ist ein Zustand, mehr nicht. Ohne Meditation kehrt der Meditieren wieder in die Wahrnehmung zurück und seine Gedanken mit ihm und sein temporäres Nirvana löst sich auf. Dann hängt es noch von der Qualität seiner Gedanken und seines Charakters ab, wie und was er empfindet, aber den Zustand ewiger und absoluter Gedanken- und (ich)Bewusstlosigkeit bringen nur der Tiefschlaf, die Vollnarkose und der Tod mit. Ansonsten muss ich, der ich bin mich wohl irgendwie mit meinen Gedanken anfreunden und arrangieren. Tolle sagt dazu treffend, Die Freiheit beginnt mit der Erkenntnis dass du nicht der Denker bist.

Das ist nicht Gedankenlosigkeit sondern der Hinweis auf einen Zustand wo du bist und deine Gedanken sind – gleichzeitig. Als getrennt voneinander aber doch eins. Wie ein siamischer Zwilling, deine Gedanken existieren und Du existierst, ihr könnt in dieser Form nicht ohne einander sein – ihr seid verschieden und doch ein und dasselbe. Hast du dich mal gefragt, was ein siamischer Zwilling über sich denkt, wer er ist? Wo fängt er an und wo hört er auf? So bist du – wo fängst du an und wo hörst du auf?

Ich nenne es das was hinter deinen Gedanken ist. Ich habe sooft und so lange versucht meine Gedanken zu ordnen, zu kontrollieren, zu beenden, zu formen – mein Ich zu formen – Gelassenheit, hier und jetzt, Liebe, Selbstliebe …. alles Gedanken – Mehr nicht! Liebe ist unwichtig, Selbstliebe ist unwichtig, das Bier und Jetzt – ein Ort nur in deinen Gedanken. Wenn du das anstrebst, wirst du deine Gedanken verändern – sicher! Dann wirst du vllt. ein in deinen Augen besserer Mensch, und vielleicht auch friedlicher zu dir und deiner Umwelt werden. Aber mache dir nichts vor, der Gegenpol wird dich trotzdem hassen, und auch der bist du, denn alles ist eine und diesselbe Schöpfung, da gibt es keinen unterschiedlichen Wert oder ersten Platz oder etwas zu erreichen oder zu verbessern. Am Ende sind die „Guten“ noch immer gestorben vor ihrer Zeit. Die „Guten“ wollen das nie hören und auch nicht (er-)leben, für sie wird das hier einfriedlich unipolarer Ort, aber dann hört er auf zu sein – hier ist weder was falsch nicht richtig (nur mein Verstand sagt das dauernd) sondern die Formen fließen ewiglich von Pol zu Pol.

Frieden

Die Stille und der Frieden, den einige suchen, denn nicht alle die suchen, suchen wirklich schon den Frieden, sondern im Grunde oft noch immer ein anderes Konzept ihrer selbst in ihrem Verstand. Auch ich habe mich oft transformiert und transformieren wollen aber es ist immer dasselbe Ergebnis, eines „ich“ Konstrukt meines Verstandes, im ersten Moment oft toll und neu, aber auf Dauer doch wieder aufgerieben und frustriert, in der steten Veränderung und der Polarität. Ich suchte mich in mir – in meinem Gedanken immer ein neues „ich“ erschaffend – ich suchte den Frieden, die Stille, die Ruhe aber fand immer nur eine weitere Version meiner selbst.

Der Frieden ist da, aber nicht in sondern hinter meinen Gedanken, sie bleiben und sie dürfen und sollen so sein, denn ich bin ja sie, durch mich nehme ich mich und meine Welt wahr, aber das was ich bin ist „hinter“ diesen Gedanken, die so fließend erscheinen und wieder verschwinden, immer geformt in der Richtung in der das „ich“ in ihnen sich gerade formen möchte – gestern Gauner und Räuber, morgen Heiliger (das ist das Bild des Sauluspaulus – der im Grunde weder das eine noch das andere ist, sondern das ist, was die ganze Zeit – egal welches „ich“ er sich gerade angezogen hat – schon immer konstant vorhanden war, das Sein, die Existenz, das Bewusstsein, durch welches sich diese „ich“formen ausdrücken können. Und so viele Gedanken wie gedacht werden können soviele „ich“ formen gibt es, unzählige in mir und unendlich viele in allen. Aber hinter all diesen Gedanken, gibt es nur ein einzige ICH das ich und du und alle sind, in dem dies alles stattfinden. Gedacht und wahrgenommen werden kann.

Was tun?

Nichts. Da ist nichts zu tun, denn alles tun setzt Gedanken voraus und lässt mich in Gedanken sein. Ich lasse sie sein, sie fließen, sie kümmern sich um sich selbst, die kommen und sie gehen, sie formen mich mal so und mal so. Und es geht bis ich wieder verschwinde. Würde ich sie beenden würde ich verschwinden, aber warum sollte ich das wollen oder tun, ich bin ja nun mal hier. Ich kann und will sie auch gar nicht beruhigen, lass sie sich doch denken was sie wollen. Ich bin hinter den Gedanken und da ist nichts, noch nicht einmal mehr eine Wahrnehmung von irgendetwas …. KEINE! Auch kein Frieden – wozu auch, ist Krieg etwas Schlimmes ? Wer sagt das? In meinem Verstand ist die Sehnsucht nach Frieden und die Angst und der Hass vor dem Krieg, und das wird so sein, bis ich verschwinde. Aber dahinter – das was ich bin – da ist nichts, noch nicht einmal mehr Frieden.

Es ist die Erkenntnis der Ewigkeit der Unendlichkeit jenseits von Raum und Zeit, dass was die Physik und spirituelle Sucher gemeinsam so verzweifelt suchen. Und Einstein und Hawkin schon umrissen haben, Raum und Zeit nicht als etwas in dem etwas stattfindet, sondern als Teil dessen, dass stattfindet. Ebenso beschrieben es Ramana und Nisargadatta, aber es ist nicht verständlich, denn wie soll ich es mit meinem Verstand verstehen, der doch ein Teil des Ganzen ist. Es ist das Erkennen, das über das Denken hinausgeht, das Denken verschwindet nicht, aber du erkennst, dass es nur stattfindet und nicht du bist. Was kannst du tun ? Nichts, absolut gar nichts! Denn alles was tun willst, ist dein Denken! Und du kannst weder entspannen noch dich anstrengen, und gleichzeitig wirst du beides tun, die ganze Zeit! Vertraue, das hört nicht auf bis es aufhört, von ganz allein, und dann wirst du erkennen wie wenig und doch alles du wirklich tun könntest in dem Ganzen.

Transformation – Trans Form A(k)tion


Immer wieder überrascht es mich, wieviel uns Sprache verrät, wenn wir nur offen sind, ohne schon ein eigenes Bild oder Meinung im Kopf und ganz genau hinschauen. In einem Audio von Wayne Dyer stolperte ich heute über das Wort Transformation, was ich schon sooft benutzt habe und dessen ureigeneste Bedeutung ich erst heute erkennen durfte.

Transformation – wie oft benutzten wir dieses Wort in unserem mental abtrakten Denken und Reden ohne uns die wirklich praktische Bedeutung, die in dem Wort steckt anzuschauen. Transformation besteht aus den Wörtern, Form(ation) und Trans.

Form umfasst dich, deinen Körper, aber auch deine Umwelt, die Grenzen deiner bisherigen Wahrnehmung und Seins. Trans bedeutet „durch“ oder „über“ etwas . Die Transformation ist kein Konzept sondern etwas sehr Praktisches und Erfahrbares, ein sehr erfahrbarer und auch willentlich gangbarer Weg.

Es bedeutet im Grund über dich und deine Grenzen hinausgehen (wachsen) um eine neue erweiterte Form deiner selbst anzunehmen, dich neu zu formen. Das ist ein sehr aktiver Prozess, der stattfindet, wenn die Zeit reif ist, der aber auch, wie man an dem Wort erkennen kann durchaus beeinflusst und aktiv unterstützt werden kann.

Grenzerfahrungen –  Transformation in Aktion – deine bestehende Form zu erweitern und zuverlassen, um zu etwas neuem zu werden. Ein Rabbi meinte mal so schön. „Glaubst du ein Hummer bricht seine alte Schale auf, weil er so einen Spass daran hat? Nein, er bricht sie auf und erhält seine neue Form, weil es in alten unerträglich eng und schmerzhaft für ihn wird.“ Der Schmerz und das Unbehagen begleiten die Transformation und leiten sie oft ein. Das zu eng werden der eigenen Form, des eigenen Lebens, das Drücken und Ziehen und Leiden zwingen Dich in die Bewegung, deine Schale, deine Form, dein bisheriges Leben  zu transformieren. Über dich und deine Grenzen hinaus zu gehen und zu etwas neuen zu werden. Ob Schmetterling oder alter Hummer in neuer Schale – alles ist möglich? Das Ergebnis wirst du erst am Ende und in der Rückschau erkennen können.

Grenzen

Wenn dir dein Leben zu eng wird, du DePRESSionen erleidetes, dich in deiner Haut nicht mehr wohlfühlst sind all dies Anzeichen einer bevorstehenden und begonnenen Transformation. Du selbst willst und wirst dich verändern, und bist noch in Dir und deiner  alten Form „gefangen“. Niemand ausser dir selbst leidet darunter und niemand ausser dir selbst wird dich daraus befreien können. Es ist Zeit für Dich deine Form zu verändern, in dem du trans-formierst, über deine Grenzen gehst und Altes durchbrichst. Das ist vllt schmerzhaft und zuerst unangenehm, wie jeder Veränderung, aber deine gerade deine bestehende Frustration wird dir die Kraft, den nötigen Wille und Energie automatisch zu führen, die du benötigst um die Transformation zu beschreiten.  Sonst würde sie nicht beginnen und du hättest auch gar nicht die Kraft der Veränderung. Die Enge erzeut die Hitze und den Druck, die Energie, die es braucht um die alten Schalen zu sprengen, die Grenzen zu überwinden und die Form zu verändern.

Daher – anstatt dich weiter zu wehren und zu widersetzen, werde aktiv, erweitere deine Grenze, worum auch immer es geht. Gehe über dich und dein bisheriges Leben und Trott hinaus. Mach neues, erlebe neues, lies neues, triff neue Menschen, lass dich inspiriren. Wandele den Schmerz, die Frustration, den Ärger und auch die Kraft, die du jetzt aufwendest in deine eigene Lähmung, um in Aktion – in Transform(a)ktion. Warte nicht bis du – so oder so transformieren wirst (kein Lebewesen hatte hierbei jemals die Wahl – die Alternative ist der Tod) – gehe der Tranformation entgegen, öffne dich. Dein Leid und Schmerz ist ein Zeichen deiner selbst bzw. dessen, was du nicht bewusst wahrnehmen kannst, dass eine Veränderung bereits in Gang gesetzt ist, und das du selbst jetzt eine neue (wie auch immer geartete) Form einnehmen wirst.

Passivität und Lähmung

Im Leid und Frust entstehen zunächst oft erstmal Passivität und Lähmung anstatt das Neue aktiv anzugehen und zu gestalten. Auch dies ist ein typischer und natürlicher Verlauf und Anzeichen einer Transformation, die Ruhe vor dem Sturm.  Es ist wie das dunkele Yang in dessen tiefester Dunkelheit bereits wieder der helle Punkt des Ying erscheint – schau dir an wie erst klein, sehr langsam und dann explosiv Yin und Yang sich immer wieder gegenseitig verdrängen. Die Passivität ist die Sammlung, die Fokussierung, die Sammlung von Kraft. Gerade im Leid ist dieses Passive  kaum erträglich, weil sie dich vermeintlich zum Stillstand zwingt obwohl du am liebsten sofort raus möchtest aus Deiner Haut. Jeder Sportler weiss, dass er vor dem Tage des Wettkampfes möglichst kein intensives Training mehr absolvieren sollte. Dein System sammelt und fokussiert in diesem Stillstand deine physischen und psychischen Energien für Dich, damit du die Kraft, den Ehrgeiz und den Willen hast, die Grenzen deiner selbst zu überwinden und zu durchbrechen.

Die Lähmung ist allerdings anders, sie ist nichts anderes als die Kraft, die dir für deine Entwicklung schon längst zur Verfügung steht, die du jetzt aber einsetzt, um dich selbst dort festzuhalten, wo du bist – aus Angst vor dem Unbekannten, vor der Veränderung, vor dem größeren Selbst, was du selbst werden wirst. Es liegt jetzt an dir, wofür du deine Kraft einsetzen möchtest. Du wirst aktiver werden, und mehr Verantwortung tragen und das ängstigt dich, also verwendest du die Kraft statt zur Transformation dazu um dich dort festzuhalten, wo du bist. Das ist keine Passivität mehr sondern Selbstsabotage und Lähmung aus Angst. Bist du passiv, kannst du wirklich nichts tun, bist du aber gelähmt, weisst du, du könntest aber du traust dich nicht. Dir fehlt Vertrauen, in das Neue und in dich und dass du bereits und fähig für das Neue bist.

Grenzen überwinden

Bist du gelähmt, fehlt dir Vertrauen,  weil du nicht weisst, ob du dem Neuen gewachsen sein wirst. Das ist natürlich und ein sehr gesundes Zeichen, aber bleibe da nicht stehen. Werde aktiv. Suche dir entweder Hilfe von jemanden, der schon dort ist wo deine Bewegung und Transformation dich vermutlich führen wird, er kann dir am besten als „Überlebender“ ein Beispiel sein, dass es geht, auch für dich. Der Freund oder Mentor, der vor dir den Sprung vom 10 Meter Brett überlebt hat. Er soll dich nicht schubsen, denn  Du allein willst es schaffen sondern dir zeigen, dass es gehtund dass auch du das kannst.  Wir sind nicht allein auf dieser Welt und auch das hat einen Grund, wir wachsen durch, mit- und aneinander.

Oder gehe in ganz kleinen Schritte voran, aber gehe voran. Ein Fuss nach dem anderen, trans – formiere –   überwinde dich,  deine Grenzen und Blockade und Ängste in deinem Tempo, aber bleib nicht stehen, ehe das Gefühl der Frustration, der Unzufriedenheit und der Lähmung sich in gute Gefühle, in Erfülltsein, am „rechten Fleck“ zu sein verwandelt haben. Ein Schmetterling braucht für seine seine Lebenserwartung ewig für die Transformation und auch der Hummer schält sich in mehreren Phasen. Wachstum geschieht phasenweise und/oder in Schüben. Vertraue dich dem Leben an, denn es ist der Prozess des Lebens, der dich in und durch deine Transformation trägt, und wisse, dass dies nicht zufällig oder von aussen passiert, sondern weil ein Teil IN DIR SELBT bereit ist dafür über sich und Dich hinauszuwachsen. Vertraue  und wenn du es kannst geniesse das Kribbeln, die  Aufregung und die Energie des Neuen, dem du entgegen wächst.  Viel Erfolg und ich freue mich über jeden einzelnen und sein Wachstum, wie groß oder klein es auch immer sein mag, es ist ein Teil eines Ganzen, das sich permanent verändert und dem wir alle beiwohnen dürfen.

 

Was ist der Sinn des Lebens?


What is the purpose of life ? Boah, was für eine Frage!

Schlimmer geht es nicht? Für den einen, sehr simpel und einfach beantwortet, mein Job, Kinder, Familie etc.. andere verzweifeln darin und daran. Bis zur Depression und Selbstmord. Was ist hier los, warum ist das so und warum ist das so leicht und schwer zu beantworten?

Mich hat diese Frage mein Leben lang verfolgt. Mal hatte ich eine der einfachen Antworten und dann bin ich schier daran verzweifelt. Warum bin ich hier? Was soll das alles? Was ist der Sinn des Ganzen hier und des Lebens?

Was der tiefe Sinn des Lebens ist, habe ich nicht ergründen können, aber ich habe für mich etwas Licht in all diese Verwirrung bringen können.

der drei Sinn

Die meiste Verwirrung entsteht für uns Menschen, weil es zwei grds. Arten von Lebenssinn gibt, die wir nicht erkennen und nicht sauber trennen gelernt haben. Es gibt nämlich zum einen den Sinn des Lebens, und dann den Sinn meines Lebens.

Wir schließen sehr oft zu schnell von unserem wahrgenommenen Leben auf einen allgemeinen Sinn des Lebens und umgekehrt. Aber der allgemeine Sinn ist wenn überhaupt völlig unpersönlich, muss er ja, denn er muss ja für alles Lebendige gelten. Daher wurde auch Gott erfunden, die unpersönliche Personifizierung des allgemeinen Lebenssinns. Der Irrtum mit Gott entsteht, weil ich mein Leben irgendwie in Einklang bringen möchte mit dem Lebenssinn im allgemeinen. Ich kann das aber nicht, denn ein persönlicher, mein Lebenssinn kann nicht der Sinn des Ganzen sein, es sei denn ich entpersonifiziere mich (oder anders ausgedrückt : ich lege mein ego ab – meine Vorstellung von mir selbst). Und trotzdem bin ich natürlich (auch mit einem starken Ego) ein Teil des Ganze, bin das Ganze und somit unterliege ich dem Sinn des Ganzen.

Also der Mensch ist verwirrt. Da gibt es einen unpersönlichen Sinn des Ganzen, des Lebens (wie auch immer wir das definieren) und es gibt mich und meine Vorstellungen dessen, was ich glaube, dass der allgemeine Sinn des Lebens sein könnte und was mein Sinn des Lebens ist.

Jetzt haben wir schon 3 Formen von Sinn gefunden, zwischen denen der Mensch umherirren kann:

1. der Sinn des Ganzen (Leben, Universum, Schöpfung, Maya, etc)

2. meine individuelle Vorstellung davon was der Sinn des Ganzen ist (Gott, Religion, Glauben, etc.)

3. mein persönlicher Sinn im Leben (Überleben, gewinnen, glücklich sein, etc.)

Fangen wir also mal an, das ein wenig verständlich zu machen.

Der erste Sinn – der Sinn des Ganzen

Das Wichtigste vorweg. Er wurde noch nicht entdeckt. Um ihn wirklich zu verstehen, muss der Ursprung des Ganzen entdeckt werden. Der Wissenschaft ist das noch nicht gelungen und je tiefer sie Forschen, desto leerer werden ihre Vorstellungen vom Ganzen. Ein anderer Weg ist das Verschmelzen mit dem Ganzen, die Tranzendenz, hierfür muss alles persönliche und individuelle verschwinden. Menschen denen dies vermeintlich gelungen ist, (Buddha, Ramana, Nisargadatta) sagen und wiederholen immer, dass da nix ist, und sie nix wissen. (Erleuchtung und Suche gehört für mich übrigens zum dritten Sinn und nicht hierher. Erleuchtung ist nicht der Sinn des Ganzen – denn denen die die vermeintliche Erleuchtung zugesprochen wird, sagen alle unisono, dass es sowas wie Erleuchtung nicht gibt – also entweder sind die erleuchteten dann nicht erleuchtet, dann weiß niemand was Erleuchtung ist oder die Erleuchtung ist eine Erfindung des Verstandes ebenso wie Gott.).

Ich bin persönlich bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass das Ganze selbst der Sinn des Ganzen ist. Dh. der Sinn des Lebens ist das Leben selbst. Für mich gibt es auch sowas wie leben oder das Leben nicht mehr, das sind menschliche, wissenschaftliche Kategorien, die das Ganze selbst nicht kennt. Leben besteht aus Elementen wie alles und alles besteht am Ende aus Bewegung, ausgedrückt in Energie, bewegter Materie, Lebensformen, was auch immer der Mensch darein kategorisiert. Der Ursprung von allem ist wahrgenommene Bewegung in Raum und Zeit. Das ist mein Sinn des Ganzen – es findet einfach statt, weil es stattfindet und erfindet, verbindet und zerstört sich unendlich in Raum und Zeit in unzähligen Formen und Bewegungen. That’s it. Warum? Darum! Keine Ahnung! Aber jetzt sind wir schon tief im zweiten Sinn – meiner individuellen, persönlichen Vorstellung vom Sinn des Ganzen.

Halten wir noch mal ganz klar und deutlich fest, bevor wir dahin wechseln : der Sinn des Ganzen ist bis jetzt komplett verborgen und unbekannt. Das Ganze existiert und verändert sich einfach – mehr wissen wir darüber nicht. Und als Mini Teil des Ganzen werden wir vielleicht auch nie mehr darüber erfahren können. Wie der Tropfen im Meer unmöglich das Blau aus dem All dem er angehört, jemals wird bewundern können. Aber man weiß ja nie!

Der zweite Sinn – meine individuelle Vorstellung eines Sinn des Ganzen

Kommen wir also zur zweiten Kategorie Sinn, die sich (wie man oben gesehen hat) gerne schnell einmischt und die erste Stelle einnehmen will und einnimmt. Da wir den wirklichen Sinn des Ganzen nicht kennen, aber das Ganze ja schon mal da ist, und auch irgendwie recht aktiv unser Leben bestimmt – entwickeln wir Vorstellungen aus selbst gemachten und übernommenen Erfahrungen darüber was wohl hinter all dem steckt und was der Sinn ist. Gehen wir mal davon aus, es gäbe keinen tieferen Sinn sondern das Jetzt ist der einzige Sinn. Und alles was ist, ist um seiner selbst Willen ohne einen einzigen Grund. Das ist etwas was der menschliche Verstand und das Gehirn nicht fassen und verarbeiten könnten. Sich erklären vielleicht ja, aber tief durchdringen? Nein! Die Natur und Aufgabe des Verstandes ist das Begreifen und Formen. Das Nichts ist nicht formbar, da versagt der Verstand, daher ist ein Nichtsinn des Ganzen für den menschlichen Verstand nicht greifbar – er wird sofort versuchen das Nichts durch ein Etwas sichtbar und erklärbar zu machen. Es geht gar nicht anders. Und damit wären wir bei allen Glaubensvorstellungen, die bisher so vom Verstand erfunden wurden um das Nichts des unbekannten Sinn des Ganzen greifbar zu machen. Das ultimative Etwas jedenfalls hat er noch nicht gefunden, sonst würden wir nicht mehr über den Sinn des Ganzen diskutieren.

Und so finden wir jetzt alle möglichen individuellen Erklärungen und Formen eines angeblichen Sinn des Ganzen – vom Urknall bis zum Paradies ist alles dabei. Aber keiner kann es bisher so ultimativ beweisen, zeigen oder darlegen, so wie wir zB wissen und nachvollziehen können, dass wir atmen (wobei, in Matrix wird ja selbst dies in Frage gestellt). Je charismatischer und anziehender eine individuelle Idee sich verbreitet, sei es durch Angst oder Begierde, desto tiefer verankert sie sich als kollektiver Glaube bei einzelnen, die damit in Berührung kommen. Warum fällt keinem Gläubigen zB auf, dass sich die Ideen über das Ganze immer nur durch soziale Gruppen verbreiten niemals sozial unabhängig voneinander auftauchen oder entstehen. Jede Religion hat ihren Stifter, der dem Ganzen seine persönliche Vorstellung über den Sinn des Ganzen stiftete. Der Rest ist Sales und (Produkt-)Marketing – aber das ist ein anderes Thema.

Also der 2te Sinn des Lebens ist die unendliche Vielfalt verstandesmäßiger Ideen, Konzepte und Vorstellungen darüber, was der bis jetzt noch nicht gefundene Sinn des Ganzen sein könnte. Von Gott bis Sein ist alles im Angebot. Würde man über die letzten Jahrhunderte Menschen danach befragen, was der Sinn der Sonne oder des Lichts ist, bekäme man sicher auch eine Vielzahl unterschiedlichster Idee und Konzepte geliefert, ohne den wirklichen Sinn zu erfassen. Oder weißt du was der Sinn der Sonne und des Lichts ist, braucht es überhaupt einen Sinn oder ist es einfach nur Teil eines Ganzen, das existiert und sich verändert. Aber wähle du selbst, was du zum Sinn in all dem machst. Was uns zur dritten Kategorie führt:

Der dritte Sinn – mein Sinn des Lebens

Jetzt wird es sehr bodenständig und praktisch, aber eigentlich ist es nur die konsequente, individuelle Interpretation meines Verstandes darüber was mein Sinn im Leben ist, in Abhängigkeit meiner individuellen Sicht auf das Ganze. Hier geht es darum was tue ich hier und warum. Menschen die rennen und busy sind, wissen das mehr oder weniger, sie werden angetrieben, von ihrem individuellen Sinn, den sie sich selbst geben und der leitet sich immer aber aus ihrem individuellen Verständnis des Ganzen. Geht es hier ums leben und überleben? Dann wirst du kämpfen, Familie gründen und schützen und viel horten! Geht es um Gott und ein Leben danach? Dann wird dein Lebenssinn definiert durch das irdische bis dahin und die impliziten Regeln! Gibt es keinen tieferen Sinn des Ganzen für dich? Dann geht es wahrscheinlich nur um das Leben im Hier und Jetzt und das Sosein und akzeptieren!

Der Mensch ist gefangen in seinem Verstand und er wird ihn nicht verlassen können. Der Verstand folgt seinem Zweck, er gibt Dingen eine (individuelle) Form und gibt ihnen einen (individuellen) Sinn. Und damit kommen wir zum Elend und Dilemma menschlichen Seins.

Der eigentliche Sinn des Ganzen offenbart und erschließt sich uns nicht. Im Gegenteil wir sind als Teil des Ganzen auch noch ausgestattet mit einem Gehirn, das voll automatisch und autonom in dem Ganzen einen Sinn des Ganzen sucht. Schlimmer gehts nicht. Und in Ermangelung eines konkreten, ultimativ gültigen Sinns (den es wahrscheinlich noch nicht einmal gibt bzw. der einfach nur darin besteht, dass die Dinge sind wie sie sind, also der Sinn in der sinnlosen Entstehung und Existenz der Erscheinungen besteht).

Wir haben hier ein echtes Dilemma. Der Verstand macht uns die Welt begreiflich und dasselbe versucht er dies auch auf der Ebene des Sinns. Solange du einen Sinn für dich definierst und siehst, ist das gut und kein Problem, es sei denn du gerätst in ernsthaften Konflikt mit anderen und deren individuellen Sinn. Dann gibt es radikale Auseinandersetzungen, da die kollektiven Konzepte des Ganzen natürlich das Lebensfundament der Einzelnen darstellt und berührt, und darüber lässt sich schlecht diskutieren. Sehr problematisch für dich selbst wird das Ganze allerdings wenn dein individuelles Bild des Sinn des Ganzen sich ändert und deine individuellen Lebensziele – dein Sinn im Leben – nicht mehr zueinander passen – das nennt man dann Lebenskrise. (Mensch in der midlife crisis oder Glaubenskrisen oder auch Eltern die ihre Kinder verlieren, können dir ein Lied davon singen)

Und lebensgefährlich wird es, wenn du erkennen und durchdringen solltest, dass der eigentlich Sinn des Ganzen nicht wirklich bekannt ist! Denn dann gerät dein Leben komplett aus den Fugen, weil das Fundament individueller Sinnbildung verloren geht. Die Basis dessen warum es sich lohnt zu leben und wofür man hier ist geht verloren und mit ihr dein individueller Sinn im Leben, es gehen auch alle Ziele verloren, Angst und Begierde verlieren sich im Nichts, die Motivation erlischt.

Und nun ? Was machen wie daraus – wie kann das Sinn ergeben?

Für mich ist ein Weg aus dem Dilemma das Erkennen und Anerkennen der Tatsache, dass wir den tiefen Sinn des Ganzen nicht verstehen, solange unser Verstand als Teil des Ganzen versucht das Ganze zu ergründen. Der Tropfen ist ein Tropfen, er kennt andere Tropfen und Fische und den Strand aber das ganze Meer kann er unmöglich erfassen und begreifen. Das Ganze ist, weil es ist, mehr gibt es da wohl aus der Sicht des Verstandes nicht zu begreifen oder zu ergründen. Es ist müßig, aber sinnvoll, wenn der Verstand am Ende zu dieser Überzeugung gelangt. Der Sinn des Lebens ist das Leben. Der Sinn des Ganzen ist das Ganze. Warum? Darum!

Aber das wird nicht reichen, denn dann würde dir die Motivation und der Antrieb fehlen. Daher lebe dein Leben wie du es kennst, woher kommst du, was treibt dich an. Werde kein anderer oder etwas besonderes, du bist es bereits. Folge dem was dich interessiert und dir Spaß macht, was für dich sinnvoll erscheint, wohl wissend, dass es sinnlos ist aber das in dem Tun selbst ein tiefere Sinn liegt. Du bist ein Teil des Ganzen und das Ganze bewegt sich permanent und so bist auch du in Bewegung. Sei eine Bewegung und lass dich bewegen. In deiner Art und deinem Tempo. Finde heraus was dich begeistert und antreibt. Finde DEINEN Sinn, denn wie du gesehen hast, ist auch im Sinn der anderen kein wirklicher Sinn, außer der den sie selbst darin sehen. Verstehst du, der Sinn kommt allein aus dir selbst, du schaffst ihn, dein Verstand erzeugt ihn. Dein Verstand kann ihn nicht finden, denn er selbst erschafft ihn erst – auch die Suche nach dem Sinn ist der letzte Versuch und eine Sinn Schöpfung des Verstandes in einem scheinbar sinnlosen Ganzen noch etwas Sinnvolles entdecken zu können. Er muss das tun und wird damit nicht aufhören, denn dass ist seine Natur – ihm zu sagen er solle aufhören damit, wäre so wie Wasser zu sagen, es solle nicht nass sein – er kann es nicht, weil er genau das ist, das Instrument und der Schöpfer des Sinnes und der Form. Hört dein Verstand auf verschwindet jede Form und jeder Sinn – das Sein aus dem alles ist dann da. Aber der Verstand existiert ja nicht um zu verschwinden, sonst wäre er nicht da, sondern um zu schöpfen.

Schöpfe und geniesse mit deinem Verstand – in der Erkenntnis, dass der Sinn des Ganzen (noch) nicht existiert. Du selbst gibst deinem Leben erst einen Sinn und damit erfüllst du den Sinn des Ganzen, indem du einfach bist. Und wenn dein Sinn darin besteht endlos nach dem Sinn des Lebens zu suchen, hast du eine tolle geistig Herausforderung für dich in deinem Leben gefunden. Du musst weder Etwas schaffen noch Etwas leisten oder Gutes tun, denn das Ganze existiert bereits durch dich und die Veränderung findet statt in und durch dich, in alle Richtungen. Es sind menschliche, Verstandes erzeugt Ängste und Begierden, die dem Ganzen eine Richtung geben wollen und immer wieder geben und auch das ist ja ein Teil der Bewegung des Ganzen – es bereitet sich einfach aus und zerfällt – ziellos, richtungslos, sinnlos und darin besteht ein sehr tiefer Sinn.

Verzweifele nicht sondern lass dich von deinen Ängsten bewegen oder angenehmer folgen deinen Begierden. Das Ganze ist das Ganze und jedes Teil – egal wie – gehört dazu. Und selbst Menschen, die es nicht schaffen, die sich aufgeben und vllt sogar verzweifelt umbringen sind das Ganze, denn das Ganze umfasst alles und nicht nur das was du selbst für sinnvoll erachtest. Der „sinnerfüllte“ Mensch, mit Familie, Hund und Haus braucht den aus seiner Sicht „sinnlosen“ Menschen um sich seines eigenen konstruierten Lebensinns zu bestätigen – der Verlust von Familie, Hund und Haus erfüllt ihn mit Angst und Begierde und hält ihn in Bewegung.

Vielleicht gibt vieles keinen Sinn für dich und das ist gut und richtig so, denn genauso arbeitet der Verstand. Er sammelt unendliche Eindrücke und Erfahrungen und macht sich daraus einen Reim, deinen Reim und der klingt bei jedem etwa anders. Dein Verstand ist ein Teil und Schöpfung des Ganzen und wird daher das Ganze nicht erfassen können, daher kann auch nicht alles Sinn für dich ergeben und sinnvoll erscheinen. Du selbst gibst dir in diesem Ganzen deinem ganz individuellen Lebenssinn und wenn er in der scheinbaren Sinnlosigkeit besteht ist auch dies ein sehr tiefer Sinn. Aber mache nicht den leidvollen Fehler vor deiner individuellen Sicht des Sinns auf andere, alle oder gar das Ganze schließen zu wollen. Lebe DEIN Leben – denn das vereint das Ganze und dich in einem.

Freier Wille 2 – deine Wille ist wie Blau


Ich bin ja schon mal hier auf unseren angeblich freien Willen eingegangen, und gestern habe ich so ein schöne klare und logische Erklärung für den freien Willen bekommen, das ich über mich selbst lachen musste, dass mir der Gedanke noch gar nicht gekommen ist, bei all meinem Denken – Hahaha.

Christof Koch gibt im Verlauf des Videos eine so tolle Erklärung dafür was unser Freier Wille eigentlich wirklich ist. Nämlich nicht anderes als die Wahrnehmung einer rein geistigen Selbstschöpfung in unserem Gehirn. Wie die Farbe vom Gehirn durch die Reizung der Augen als Sinnesorgan durch das Anregen von außen, bestimmte Neuronenverbände und Hirnareal dazu anregt zu zu feuern, um uns ein Emfpinden von Blau wahrnehmen zu lassen, so gibt es auch das Empfinden „freier Wille“ bzw. Autorenschaft Neuronenverbände, die Feuern um uns dieses Empfinden zu vermitteln.

Freier Wille klang und klingt immer so selbst stehend, fast magisch für sich. Aber was das wirklich ist, darüber findet man selten etwas. Da wird immer von Entscheidungsfreiheit etc. philosophiert, aber im Grunde ist der freie Wille nicht anderes als ein individuelles Empfinden von Urheberschaft an irgendetwas. Und dieses Empfinden wird selbst durch uns in unserem Gehirn erzeugt. Und zwar unabhängig davon ob wie tatsächlich der Urheber dieses etwas sind oder nicht.

Der freie Wille ist keine Freiheit (denn als Form sind wir voll eingebunden und können gar nicht frei sein in irgendetwas), sondern es ist das Empfinden das sich in mir regt, wenn mir mein Gehirn dies so signalisiert. Und zwar aufgrund aller Erfahrungen der Vergangenheit, die das Auslösen dieser Empfindung geprägt haben.

Der Mensch ein Organismus?.


Fasziniert komme ich immer mehr dazu, mir selbst dabei zu zuschauen, was ich tue und was nicht. Es sieht alles immer so aus, als wenn ich das, was ich tue, auch will und plane. Aber wenn ich genau hinschaue, geschehen die meisten Dinge einfach und entwickeln sich weiter. Ich tue Dinge nicht, die will und sollte (Prokrastination – ganze Bücherregal sind gefüllt mit Ratgebern. Am Ende schiebe ich dann auch das Lesen des Ratgebers auf) – und ich tue plötzlich Dinge, die ich nie geplant hatte. Die letzen 3 Tage zB habe ich mich vollgesogen mit allen möglichen Dokumentationen – weiß nicht warum, ist so passiert.

In den meisten ging es um menschliches Verhalten und Leben, aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Da war eine Dokumentation über den Mythos Überbevölkerung, dann eine über Entwicklung von Konsum, wieder andere über individuelles und sozial psychologisches Verhalten und auch über einzelne Menschen.

Gestern schaute ich noch ein Gespräch über Erkenntnisse in der Bewusstseinsforschung und den Stand (2017) der aktuellen Wissenschaft zu dem Thema.

Und heute Nacht ploppte eine Idee in mir auf, (wahrscheinlich gar nicht so neu), dass der Mensch, die Menschheit einen einzigen Organismus darstellt. Vielleicht ist es wie mit dem Pando Wald, dem ältesten und schwersten Lebewesen der Welt, der auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Wald erscheint, jeder Baum für sich, aber man festgestellt hat, dass alles ein einziges, großes Lebewesen ist – sehr beeindruckend.

Um Dinge in ihre Gänze zu erkennen muss man die richtige Perspektive einnehmen und vielleicht fällt das schwer bis unmöglich , wenn man selbst Teil dessen ist, was man untersuchen und neu betrachten möchte. Betrachtet man das Leben auf allen möglichen Ebenen, ist es faszinierend, zu sehen, wie Dinge,von der Kolonie kleinster Einzeller, bis zu komplexesten Gebilden, wie ein riesiger Wal auf wundersame Weise zusammenhängen und dann doch je nach Betrachtung auch wieder individuell erscheinen.

In einer weiteren Dokumentation über neueste Erkenntnisse der Darmforschung habe ich erfahren, dass nach neusten Schätzungen bis zu 1000 unterschiedliche Bakterienarten mit insgesamt über 1 Billion Individuen in unserem Darm existieren können. In Relation zu unseren körpereigenen Zellen von 100 Millionen, würde das bedeuten, das wir durch unserem Darm aus dem das 10fachem körperfremder Zellen bestehen. Wo setzt man hier die Trennung an. Die Mikroben sind ein fester Bestandteil von uns, ohne sie würden wir nicht leben und sie nicht über uns. Die Organisationsform Mensch besteht also aus bei weitem mehr externen als eigenen Zellverbänden – rein mengenmäßig könnte man auch sagen, unser Körper ist nur für die anderen da.

Unsere Perspektive definiert die Welt

Es sind die durch unsere entwickelten Wahrnehmungsfähigkeiten heraus entstandenen individuelle und kollektive Perspektive, die wissenschaftliche Kategorien und Ordnung definiert und damit unsere Einteilung und Sicht definiert, nach denen wir beurteilen, was ein Individuum, was Leben, was ein Organismus ist. Es ist jedoch offensichtlich das Mikroben und Mensch eine Einheit bilden, und dennoch wurde dies als getrennt definiert und wahrgenommen. Stellt man dies in Frage ist es nicht seriös, weil es nicht zu den aktuell geläufigen Kategorie passt.

Zum Glück entwickelt sich der Mensch und auch die Wissenschaft weiter. Mit den erweiterten Messinstrumenten und damit den erweiterten Wahrnehmungsmöglichkeiten, erweitern sich auch der Horizont und die Perspektive des Menschen. Wissenschaftliche Erkenntnisse die früher auf den basalen Wahrnehmungen, wie zB visueller Beobachtung gemacht wurden, erweiterten sich durch Mikro- und Makroskope erheblich. Ohne Teleskop würde wir uns wahrscheinlich immer noch als Scheibe im Zentrum des Universum befinden (lustigerweise ist jeder von uns der Mittelpunkt des Universums, von dem sich alles ausbreitet, aber das ist eine astro-physikalische Besonderheit für einen anderen Artikel)

Mich lehrt die Wissenschaftsgeschichte mittlerweile nur noch Vorsicht vor Allgemeingültigkeit von geltenden Erkenntnissen. Ich glaube wir sind noch lange nicht am Ende der Erkenntnis sondern gerade erst am Anfang. Die Erweiterung unsere Wahrnehmungen in alle Bereiche und die wissenschaftliche Nutzung, dürfte noch Perspektiven und Zusammenhänge offenbaren, die heute als absurd gelten würden. Obwohl die Muster und Zusammenhänge bereits deutlich erkennbar sind – für die Wissenschaft müssen sie halt überprüfbar werden, und verifizier- bzw. falsifizierbar sein.

Der Mensch ein Organismus

Was mich zurück zu dem Gedanken bringt, der mich heute morgen erfüllte. Was wäre wenn der Mensch bzw. die Summe aller Menschen ein Individuum und nicht viele einzelene wäre. Bzw. ein aus vielen, vielen zusammenhängend bestehenden Individuen Ganzes. Mit einer ganz eigenen Wahrnehmung durch alle Individuen, die auf der individuellen Ebenen gar nicht so einfach erkenn- und wahrnehmbar wäre – wie auch eine meiner Darmzellen, sicher nichts von meinen komplexen Gedanken und meinem ipad hier mitbekommen würde. Sie würde auf ihrer Ebene geboren werden, vermehren, leben, wahrnehmen und kommunizieren mit ihren Bordmitteln und am Ende wieder vergehen, in ihrem ganz eigenen Bewegungsrhythmus.

Das Leben ist kein Leben, wir haben es erst dazu gemacht, durch unsere Sprache und unser kategorisches Denken und Forschen, und die Ordnungen verändern sich ständig mit unseren wandelnden Perspektiven. Leben ist in erster Linie Wahrnehmung, Bewegung und Veränderung in Raum und Zeit – und irgendwo hat irgendwer mal eine Kategorie aufgrund der Beobachtung eines Muster definiert und schwupps, waren wir Menschen Lebewesen und die Erde ein Klumpen Materie im All. Mal sehen wie lange diese Perspektive bestehen bleiben wird.

Wären wir oder zum Beispiel die Erde ein einziger Organismus, würde der einzelnen Mensch das sicher nicht direkt erfahren können, er wäre ein Zelle in einem, scheinbaren Chaos, mit erscheinenden Muster, aber die gesamt Ordnung wäre ihm nicht offensichtlich. Wie er bestehend aus Zellen eine geordnete, logische Einheit ergibt, aber betrachtet auf mikroskopisch zellulärer Ebene auch nur bewegtes Chaos mit erscheinenden Mustern darstellt.

Eine Grafik in dem Beölkerungswachstumsbeitrag hatte mich überrascht. Es wird sehr stark davon ausgegangen, dass das Bevölkerungswachstum bereits am abbremsen ist und die Menschheit beim einer Gesamtbevölkerungsanzahl,von 10 Milliarden Menschen stagnieren wird. Es gibt ein lustige Seite, wo mir meine Position angezeigt wurde:

Viel lustiger als die Zahl, die ich darstelle fand ich allerdings den Kurvenverlauf und auch die aktuellen Krisen in denen wir uns befinden. Das erinnerte mich nämlich sehr stark an typische Zell Wachstumskurven von Organsimen und Zell Kulturen.

Ich will damit nicht behaupten, dass der Mensch eine Zellkultur oder einen Organismus darstellt, aber ich finde, dass bei Veränderung der Perspektiven, Zusammenhänge und Muster erkennbar werden, die scheinbar selbst in den kleinsten Stuckaturen und Ordnungen des Lebens und Organismen erkennbar sind. Vielleicht ist das Leben mehr ein gesamter Prozess und weniger ein oder mehrere Lebenwesen und der Mensch in seinem Sein einfach nur Teil davon, im individuellen, wie auch im kollektiven als Nation oder Menschheit. Es geht hier auch nicht um eine Vision oder ein Ziel (welches es nicht geben wird) sondern mehr, um ein Verständnis unserer selbst im Fluss des Lebens. Denn eine Perspektive bestehend aus Konzepten, Ordnungen und Wahrnehmungen kann viel verändern für einen Selbst und auch für die Gesamtheit.

Wir entdecken nicht das Leben sondern wie definieren das Leben

Vielleicht ist es auch nur die Fähigkeit unserer bewussten Wahrnehmung, die uns durch unsere Sinne nur einen Aspekt des Ganzen erblicken lässt, weil unsere Sinnesorgane die Linse sind, wie sie diese Form des Bewusstseins gerade darstellen kann. Wie ein Mikroskop auch nur bestimmte Stufen und Ordnungen darstellen kann. Das würde bedeuten, dass die Einheit als wahrgenommenes Subjekt nicht aus den, durch die von uns definierten, Objekten besteht, sondern nur, das es das ist, was die bewusste Wahrnehmung uns in unserer engen Wahrnehmungsperspektive unterscheiden und kategorisieren ließe.

Um dies mal am Beispiel Mensch zu verdeutlichen, ist der Mensch nun die 100 Millionen körpereigenen Zellen als Lebewesen oder eine Gesamtheit von über 1 Billion externen und internen. Und wenn dem so wäre, wo genau ist denn da jetzt die Grenze? Doch nur dort, wo wir sie ziehen und gezogen haben, in unseren Köpfen, durch unsere beschränkte Wahrnehmung.

Hmmmmm….. da muss ich mich nochmal drüber nachdenken 🙂

Was genau ist dein Leben?


Sowohl Ramana als auch Nisargatta betonten oft in ihren Gesprächen, wie wichtig es sei, GENAU hinzuschauen im Leben und bei sich selbst. Ich habe das nie so richtig verstehen können. Sie fragten, „wer genau ist es, der das wissen will“ oder gaben die Aufforderung „erkenne dich erst selbst, bevor du dich mit all diesen weiteren Fragen beschäftigst“.

Ja genau, dachte ich, das ist doch logisch, das tue ich doch schon, aber wahrscheinlich verstand ich da gar nicht die viel tiefere Botschaft dessen, was sie immer ebenfalls wiederholten, was mein Verstand aber nicht greifen konnte oder wollte : das da nämlich gar nichts ist. Kein Ich. Das war mir nicht begreiflich, denn ich konnte mich ja spüren, denken und erleben als ein ich.

So dachte ich immer es gehe um das Erkennen und/oder Auflösen eines/meines ICHs. Da ich meiner Natur aber noch nicht nahe war, erkannte ich den subtilen Unterschied ihrer Botschaft und dessen was ich daraus machte nicht.

Es gibt keine ICH Auflösung

Mein Ich, das was ich als mich empfinde, es ist real, wie ich es empfinde. Es ist die Brille, der Filter durch den ich diese Welt wahrnehme und empfinde. Ohne dieses „individuelle“ ich könnte ich die Existenz nicht so erleben und erfahren, wie ich es tue. Und jeder durch dies durch seine ICH Brille. Es wird auch nicht verschwinden, solange mein Körper und Gehirn seine Funktionen erfüllt. Das war wohl mein Denkfehler. Ich verstand ihre Botschaft immer als, „du musst dein Ich erkennen und auflösen“, dabei sagten sie im,er, „erkenne den Ursprung und die Natur dessen, was du als ich wahrnimmst und bezeichnest“ und frage dich dann, wer oder was daran ist das persönliche ICH. Was ist das ICH und was ist die IcH Empfindung, gibt es da einen Unterschied?

Es ist ja sogar bei Ramana und Nisargadatta sehr augenscheinlich, dass das ich nicht verschwindet. Die beiden erschienen mir nie ich-los, im Gegenteil sie schienen ein ausgeprägtes, überaus lebhaftes und charismatisches Ich besessen zu haben. Aber diese Vorstellung, die ich von mir selbst hatte und mir machte, konnte nicht anders, als sich vorzustellen, dass erst ein/mein Ich verschwinden müsste, damit ein anderes wahres Ich erscheinen könnte und sollte. Ein wahrhaftigeres ICH. Wieder ein Konzept. Ich kann ein ICH gar nicht auflösen, damit etwas Neues erscheint, das wäre ja sofort wieder ein ICH, das jetzt nur etwas Neues wahrnimmt.

Was ist denn dein ICH?

Das ich kann nicht verschwinden. Würde es verschwinden, würde ich nichts mehr wahrnehmen und erfahren können. Mit dem Ich erscheint die Wahrnehmung, ohne das Ich ist keine Wahrnehmung. Nur über das was ich als ich empfinde und erfahren, kann ich mich wahrnehmen. Nehme ich nur wahr ohne eine Vorstellung von Ich, ist es nur da, aber ich kann es nicht bewusst empfinden. Der Bezug fehlt. Ich kann mir auch keine Gedanken mehr darüber machen, was ich bin und was ich nicht bin. Ich wäre am Leben und gleichzeitig tot, denn eine bewusste Wahrnehmung von mir, würde nicht mehr existieren. Ich wüsste gar nicht, das ich bin und lebe, man sagt auch, vegetieren. Das wäre bewusstes tot sein.

Also sind die bewusste Wahrnehmung dessen was ist und das ICH siamische Zwillinge, das eine kommt nicht ohne das andere. Die Welt kann existieren, ja, aber die bewusste Wahrnehmung der Welt geschieht erst durch einen Ich Bezug. Bzw. einer bewusst wahrgenommenen Trennung, dessen was ich bin und dessen, was ich nicht bin. Und so stellt sich für mich die entscheidende Frage, wovon hängt es denn ab was ich, als ICH oder mich empfinde, und wo, wie und warum, trenne ich anderes von mir und behaupte jetzt, das bin nicht (mehr). Und ist das bei allen Menschen gleich ?

Wie definiert sich ICH? Woher kommt diese, wer bin ich?

Jetzt kam ich dem eigentlichen Verständnis dessen näher, was die beiden immer von uns, mir wirklich wollten. Nicht gegen mich und mein Ich kämpfen, um irgendwas loszuwerden. Nein, es hinterfragen, dass was ich ich bin. Nachzuschauen und zu erforschen, woraus meine Ich Empfindungen bestehen. Zu fragen aus welchen Fragmenten, Wünschen, Emotionen, Gedanken, Werten, Vorstellungen etc. dieses Ich Empfinden besteht. Und mich dann zu fragen, woher kommt das? Wann ist das entstanden? Durch wen oder was hat sich das entwickelt? Kommt das wirklich von mir, bin das wirklich ich? Oder liegt der Ursprung gar nicht in mir, dann bin ich das nicht sondern habe es übernommen, aber da ich mich ja spüren kann, was genau ist dann das, was in mir wirklich ich bin? Alles was ich von außen übernommen habe, bin nicht ICH, das ist unmöglich, denn es ist nicht ich sondern war getrennt und außerhalb. Was genau ist das ICH dann?

Was ist die Natur und der Ursprung meines Ich?

Ich hatte es mir soviel schwerer gemacht als es eigentlich ist. Ich wollte mein Ich auflösen, loswerden, tranzdieren, was auch immer. Dabei ist das unmöglich. Bzw. der schnellste und einfachste Weg dies zu tun, ist die Bewusstlosigkeit, wie auch immer man das anstellt. Aber das was ich eigentlich suchte, war nicht Bewusstlosigkeit sondern Tiefe. Ich verwechselte zwei Dinge. Mein Ich und das was ich bin. Das war bis dahin für mich immer eins und ich nahm es als eins wahr. Ich habe das gar kein Unterschied oder Trennung gesehen. Dabei sind das zwei verschieden Dinge – das ICH meiner Persönlichkeit und mein ICH Empfinden.

Es gibt ein ICH, das sich aus all den Fragmenten aller gemachten und angehäuften Erfahrungen und dessen was mein biologisch-neurologisches System daraus tagtäglich macht und abspielt. Und es gibt das, was ich bin – das Empfinden, das ich bin. Erforschst du dein ICH und das ICH anderer Menschen (bei anderen fällt einem das manchmal sogar leichter, weil man selbst nicht verstrickt ist), wirst du, wenn du ganz genau und sehr ehrlich hinschaust, lauter Muster und Automatismen finden.

Dein ICH wird sich dir immer mehr offenbaren, als die pure Sammlung aller Erfahrungen und dem was dein Gehirn daraus macht, und du wirst evtl feststellen, dass das erstens vollkommen unpersönlich ist (genau das Gegenteil von einer intimen persönlichen Ich Erfahrung nämlich) und du zweitens kaum bzw. gar keinen persönlichen Anteil daran trägst, wie und was da als ICH entstanden ist und wie es sich weiterentwickeln wird. Das ist schwer zu glauben und zu verstehen. Daher versuche das erst gar nicht.

Erforsche dich lieber. Beobachte dich, deine Vorlieben und Abneigungen, deine Werte und dein Verhalten. Vergleich es mal mit anderen und frage dich, warum die anders sind. Komme dir selbst auf die Spur und Schliche. Erkennen die Ursache und den Grund deines eigenen ICHs. Wer bist du? Und viel wichtiger, warum bist du das ICH das du bist? Wo kommt das alles her, und welchen wirklich direkten Einfluss hattest du darauf? Wieviel wirkliches ICH steckt denn in deinem ICH?

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Was existiert ?


Was existiert wirklich ? Das Objekt, was du siehst oder dein Sehen ?

Schaue ein Objekt an, existiert es wirklich? Klar wirst du sagen, ich sehe es doch. Aber schau mal genau hin. Existiert es?

Na klar existiert es – ich sehe es ja? Aber was ist denn das? Existieren? Das Objekt muss sichtbar, messbar, erfahrbar sein ? -dann ist es ein Objekt für dich? Aber wenn du wirklich ganz genau hinschaust, löst sich alles auf. Es gibt keine Materie in dem Sinne, sondern nur die Erscheinungen, Reflektionen im Raum der Wahrnehmungen, sei es nun Sehen, greifen oder messen (mit was auch immer).

Du sagst das ist Haarspalterei – weil wenn ich es sehen kann, dann existiert es doch auch für mich. Vielleicht – aber was, wenn es gar nicht existiert sondern nur deine Wahrnehmung, dein Sehen davon. Das einzige was du dir und mir beweisen kannst, ist das du ein Objekt siehst. Das ist das einzige, was du als wirklich existent dir selbst beweisen könntest. Ob es das Objekt gibt und wenn ja in welcher Form, kannst du nicht beweisen.

Beides ist wahr

Das Objekt existiert für dich nur in deinem Sehen und dein Sehen existiert nur durch das Objekt, durch welche seine Funktion wahrnehmbar wird. Kein Sehen, kein Objekt – für dich. Kein Objekt, kein Sehen – für dich. Existiert das Objekt darüber hinaus? Für dich nur im Rahmen deiner eigenen Wahrnehmungsmöglichkeiten, du kannst sehen, hören, riechen, schmecken, denken, fühlen und genau so real erscheint das Objekt für dich. Was ist seine Natur? Seine Essenz der Existenz? Genau das was du wahrnehmen kannst, direkt und seit der Erfindung von Wissenschaften, durch alle möglichen erweiterten Sinnesmessungen.

Der Kern der Existenz

Auf den Kern der Existenz ist der Mensch bis jetzt nicht durchgedrungen. Alles mögliche ist messbar, aber was die Ursache, der Urquell all dieser Messungen ist, dass wurde bis jetzt nicht entdeckt. Und so ist es mit dem Objekt, es erscheint für dich zu existieren, im Rahmen aller deiner Sinne, ob es aber wirklich im tiefsten Inneren der Essenz des Seins wirklich existiert übersteigt deine Sinnesmöglichkeiten. Denn um wirklich behaupten zu können, dass das Objekt existiert musst du erstmal definieren, was das denn ist existieren? Und dann landest du wieder zwangsläufig (zumindest bis jetzt) in Beweisen durch Wahrnehmungen : ich kann irgendwas messen, also existiert es.

Aber nein, für mich ist dies Prozedere nicht ganz korrekt. Denn wenn ich so vorgehe, beweise ich nur, das ich im Rahmen meiner Sinne etwas wahrnehmen sprich messen kann. Was das genau ist, was ich das eigentlich wahrnehme oder messe, kann ich gar nicht exakt bestimmen außer halt durch meine Messung. Und das heißt, das Objekt existiert nur durch meine Messung bzw. mein Sehen. Und damit habe ich lediglich bewiesen, dass ich was messe und wahrnehme, aber nicht die Existenz des dahinterliegenden.

Fata Morgana

Eine Fata Morgana täuscht deinen Sehsinn. Wüsste du nicht was das ist, wärest du 100% überzeugt die Oase wirklich zu sehen – das sie existiert. Aber sie existiert nicht. Deine weiteren Sinne, würden dir das offenbaren. Täusche ich aber alle deine Sinne, kannst du nicht mehr sagen ob etwas wirklich existiert oder nicht. Du kannst außerhalb deiner Wahrnehmung keine Beweise mehr führen.

Jetzt kommen wir mal zu dir. Siehst du dich? Hörst du dich? Fühlst schmeckst und riechst du dich? Denkst du dich?

Wer bist du?

Du wirst es mir nicht beantworten können, genauso wenig wie du ein Objekt beweisen kannst ohne deine Sinne, wirst du dich selbst nicht wahrnehmen können ohne deine Sinne. Aber deine Sinne sind nicht du, es sind die wahrgenommen Reflektionen deiner Form. Wie auch das Objekt, was du siehst, ja auch nicht du bist (sondern du siehst es nur in der wahrgenommen Reflektion) und genauso kannst auch du dich nur in einer Reflektionen deiner selbst wahrnehmen. Die Physik schaut sich dieses Objekt in seiner Natur an und hat bisher nichts wirkliches Festes finden können – Teilchen werden nur kleinere Teilchen und am Ende nur energetische Ladungen. Wie ist es mit dem Objekt „ich“, was du denkst zu sein, weil du es wahrnimmst? Hast du da mal genau hingeschaut, reingehorcht, reingefühlt – was denn da existiert?

Wahrnehmung ist alles was ist

Die Suche nach der Existenz endet immer an der Schwelle des Wahrnehmbaren. Existenz wird ausgedrückt durch die Reflektion dessen was wahrgenommen wird. Dies können auch Vorstellungen und Konzepte sein. Etwas das nicht gemessen oder wahrgenommen werden kann, existiert nicht. Es gibt vielleicht Hypothesen über eine mögliche Existenz – ohne eine Messung ist aber die Existenz nicht bewiesen. Nun hat dieses Vorgehen leider einen Haken, denn eigentlich beweise ich so ja nicht wirklich die Existenz von etwas, sondern nur dass ich zZ wahrnehme, im Rahmen meiner Möglichkeiten.

Das ist sehr wichtig zu verstehen und zu unterscheiden. Denn Existenz ist eben nicht gleich Wahrnehmung. Sollte es zumindest nicht sein, wenn etwas wirklich existiert. Unsere Wissenschaft nimmt zZ wahr und überprüft aber sie geht nicht wirklich der Frage der Existenz nach. Sie kümmert sich nur um das was messbar ist, aber nicht um das aus dem Messung kommt. Aber das ist okay und gut, denn so funktioniert Wissenschaft, und mit jeder feineren Messung wurden bisher alle Vorstellungen von Materie und Existenz gesprengt und falsifiziert. Im Grunde wurde die temporäre Existenz eines Objektes am Ende bisher immer nur dadurch begründet, dass die Messung noch nicht fein genug war, um zu erkennen, dass auch diese Form des Objektes wie bis dahin angenommen nicht wirklich existiert.

Wenn nichts mehr bleibt

Wir nähern uns jetzt langsam einer Ära der Wissenschaft, wo eigentlich nichts mehr bleibt. Im Makrokosmos der Wahrnehmungen bleibt alles wie es ist, Äpfel werde ich auch in Zukunft sehen, essen, schmecken und fühlen können. Aber bei der Frage der Existenz wird es sehr viel dünner, denn im Grunde bleibt am Ende genau das vom Objekt des Apfel über, ich kann ihn sehen, essen, schmecken, fühlen etc. was er darüber hinaus ist, wissen wir immer weniger. Die Wahrnehmung bleibt als einzige existierendes über.