Mentale Programme


Das menschliche Mental (alle bewussten und unbewussten Gedanken und Emotionen) ist ganz schön verdreht – und statt sich das mal genau anzuschauen und uns davon zu lösen und nicht diktieren zu lassen, erfinden wir eine Therapie nach der anderen, die das Mental nur noch stärken und mehr verwirren.

Es gibt keine Befreiung aus dem mentalen Leid und Mustern innerhalb des Mentals!

Was ist das Mental?

Das Mental ist ein komplexes Organ und ermöglicht dem Wesen, ein Realisation und Verarbeitung aller Wahrnehmungen in einem individuellen Kontext basierend auf gesammelten Erfahrungen und Erinnerungen. Physiologisch umfasst das Mental alle Organe, die empfangene Sinnesreize aufnehmen und verarbeiten können und selbst Sinnesreize auslösen können. Das Ergebnis dieser chemisch-biologischen Prozesse wird vom Menschen als Gedanken und Emotionen empfunden und steuert das komplette Wesen – sowohl auf der bewussten wie auch unbewussten Ebene.

Das Mental ist im einfachsten Sinn ein biochemischer Reiz-Reiz Organismus  (Aktion-Reaktion) – seinen Ursprung hat es sicher in den ersten rudimentären Wahrnehmungsorganen und deren Verarbeitungen und hat sich bis zum Säugetier und Menschen zu einem sehr komplexen Wahrnehmungsorganismus entwickelt. Sehr viel vernetzter basieren die Grundprinzipien aber nachwievor auf sehr simplen Reiz-Aktionsauslösern.

Das Ergebnis ist das wahrgenommene 360 Grad full immersion Leben, das der Mensch innerlich und äußerlich erfährt und wahrnimmt und seine eigenen Interaktionen in diesem Kontext.

Damit die komplexen und vielfältigen Reize aller Sinneseindrücke sinnvoll für das (Über)leben genutzt werden können, werden sie alle in einen gemeinsamen Kontext bzw. Konstrukt gebracht. Erst die Orchestration aller Sinne zu einer Sinfonie ermöglicht eine effiziente und effektive Nutzung der Energie im System in einem optimalen, sprich kontextuell angemessenen Aktion-Reaktion Verhältnis. Die Reaktion des Organsimus ist weniger Reflex sondern kontextuell gesteuert. Es ist hierbei sehr wichtig zu verstehen, dass unsere Wahrnehmung nicht 1:1 auf unseren tatsächlich erfassten Reizen basiert, sondern immer ein von unserem Gehirn konstruiertes Gesamtergebnis darstellt. Im Grunde haben wir keine Ahnung aus was diese Welt außerhalb unserer mental konstruierten Wahrnehmung wirklich besteht und die aktuellen Erkenntnisse der Physik unterstreichen diese Erkenntnis immer deutlicher. 

Mental der Tiere

Höher entwickelte Tiere (Hunde, Affen, Delphine etc) besitzen bereits ebenfalls ein ausgeprägtes Mental – auch sie bilden zusammengesetzte Eindrücke ihrer Umwelt und ihres Erlebens, um darauf entsprechend zu reagieren. Auch sie unterliegen selten direkten Sinnesreflexen sondern indirekten kontextuell verarbeiteten Reaktionen. Dass sie bereits über mentale Aktivitäten verfügen, lässt sich am einfachsten daran erkennen, dass sie träumen. Das Mental erzeugt hierbei fiktive eigene Eindrücke und Kontexte, ohne Reizungen von außen. Ich würde vermuten, dass je höher wir die evolutionäre Leiter hinaufsteigen, desto mehr verlagern sich direkte Reflex zu mental bearbeiteten Reaktionen. 

Anders als beim Menschen, ist das Mental der Tiere allerdings noch eng mit dem Gesamtsystem verknüpft, dh. biologisch evolutionäre Urprogramme und mentale Aktivitäten gehen Hand in Hand und erfolgen im Hier und Jetzt. Hunger erzeugt den Drang und die Reaktion der Energieaufnahme – hier und jetzt. Alle Triebe werden direkt im Mental umgesetzt und aus(re-)agiert. Das Mental ist – wenn auch virtuell – ein rein ausführendes Organ, ohne Eigenfunktion.

Auch Tiere zeigen bereits klare Anzeichen davon mentale Muster ausbilden zu können, die ihnen eine andere Realität vorgaukelt als es der Fall ist – man kann dies sehr gut, bei psychisch gestörten Tieren (die zB friedliche Wesen als Gegner identifizieren) in der Gefangenschaft erleben. Mentale Muster haben sich gebildet, die nicht mehr die Wirklichkeit reflektieren sondern eine Scheinwelt basierend auf gemachten Erfahrungen der Vergangenheit. Somit ist diese kontextuelle Fähigkeit Segen und Fluch zugleich – auch für Tiere, wenn sie in menschliche „Obhut“ geraten. Situatives und basales Lernen und tierische Fehldeutungen komplexer Situation zeigen die konzeptuellen, mentalen Fähigkeiten dieser Organismen. 

Der Mensch – ein mentales Wesen

Beim Menschen scheint das Mental eine neue zusätzliche Fähigkeit entwickelt zu haben. Es ist sich seiner selbst bewusst geworden. Das spiegelt nichts anderes wider, als die Fähigkeit der bewussten Wahrnehmung dessen, dass ich wahrnehmen kann. So simpel das klingt so gravierend die Auswirkungen. Das Mental kann hierdurch (mehr oder weniger) losgelöst von allen Sinnen ein komplettes konzeptuellen Eigenleben und Erleben entwicklen. Es kann sich noch viel stärker als das von Tieren seine komplett eigene Realität erzeugen und zwar vollkommen unabhängig aller von außen oder innen real wahrgenommenen Reize. Das ist so gravierend – das man dies nicht überbetonen kann.  Denn es findet bereits massiv statt ohne das der Mensch dies selbst bemerkt oder registrieren könnte – sein mentales Zentrum entwickelt eine eigene „Schein“Realität ohne das der Organismus dies bemerkt – der Prozess erfolgt zudem schrittweise und schleichend über Generationen und Weitergabe von konzeptuellen Vorstellungen. Der Mensch kann so nicht mehr für sich unterscheiden, zwischen mental erzeugter und tatsächlicher Realität. 

Es löst den Organsimus in seiner Steuerung somit mehr und mehr aus seiner realen Natur und Umgebung in selbst erschaffenen virtuellen Kontext – nur mental erzeugt und als falscher Kontext über alle Sinneswahrnehmungen und deren Verarbeitung gelegt. Prinzipiell ist das eine gigantische Fähigkeit und Leistung – Kino und alle kreativen Leistungen würden sonst nicht funktionieren – allerdings ist Kino so aus der Realität, dass der Mensch nicht dauerhaft darin versinkt, sondern am Ende wieder „erwacht“ – das mentale Kino seines Alltag jedoch kann er kaum bis gar nicht durchschauen. Und schon gar nicht, wenn sein Umfeld dieselben mentalen Vorstellungen als einzige existente Realität akzeptiert.

Das Mental entsteht 

Im Leben ist dies als im Kino anders, das Mental beginnt und entsteht mit der frühesten Entwicklung des Organismus, simple Reflexe werden verknüpft und sobald die ersten Hirnbereiche voll aktiv werden, werden die organischen Sinnes- und Reaktionsmuster immer komplexer, bis sie schließlich im Kind zur vollen Funktion erwachsen. Mit der Erkenntnis und dem Bewusstsein „ich bin“ entsteht im letzten Schritt die reflektive Fähigkeit, bis dahin verliefen die mentalen Prozesse zwar sehr komplex und enorm leistungsfähig, jetzt erscheint allerdings eine Instanz, die sich mental trennen kann vom gesamten Organismus – evolutionär beeindruckend. 

So re-evolutionär, dass der Organismus Mensch komplett damit überfordert ist, und dies dabei noch nicht einmal bemerkt. Er hat eine außergewöhnliche Fähigkeit entwickelt und ist sich dessen noch nicht einmal bewusst. Geschweige denn nutzt er sie sinnvoll – er nutzt sie gar nicht, sondern ist paralysiert von ihr. Er ist wie ein Mensch, der das erste Mal in seinem Leben vor einem Fernseher sitzt, denkt der Comedystar darin ist real in der Kiste und erzählt die absolute Wahrheit, weil es so fantastisch, unglaublich real erscheint. Die Fernbedienung liegt vor ihm und voller Ehrfurcht fasst er sie nicht einmal an, und er verhungert vor dem Gerät aus Angst, der Comedian (in dauersendung) würde ihn sonst töten (so wie er es einem seiner Sketches tut) – er nimmt all dies als 100% Realität an. Wir würde darüber ungläubig lachen. Sollten wir aber nicht, denn genau dies geschieht mit Milliarden Menschen gerade auf diesem Planeten. Es gibt dabei keinen Schuldigen oder eine Verschwörung sondern es ist vollkommen natürliche Evolution – wir haben eine Fähigkeit entwickelt, die uns bislang komplett überfordert, ohne das wir es bemerken. Und wir benutzen sie noch nicht einmal ansatzweise, sondern schießen Löcher in die Luft anstatt damit sinnvoll zu jagen – oder besser gesagt das Gewehr geht dauernd von allein in unseren Händen los. 

Der überforderte Mensch 

Was ist also passiert ? 

Während Tiere komplett ihrem Mental unterworfen bleiben, Dh. das Mental steuert vollkommen autonom, wenn auch sehr komplex, das Leben und Überleben des Organismus – ist der Organismus Mensch seinem Mental nicht mehr unterworfen. Er ist frei von heute auf morgen – wenn das „Ich bin“ erscheint – bis dahin sind die mentalen Muster allerdings bereits derart fein ausgeprägt, dass das Auftauchen des Ich Bewusstseins gar nicht als diese Befreiung realisiert wird, sondern im Gegenteil, der freie „Ich bin“ Geist unterwirft sich sofort dem Mental, da er seine Freiheit in dem Augenblick gar nicht realisiert bzw. Sie ihn komplett überfordert. Er ist wie der geprügelte Hund, der seinen Platz auch nicht mehr verlässt, wenn der Käfig schon längst entfernt wurde – anstatt die völliges Freiheit des aufgetauchten Ich Bewusstseins zu leben und erleben, hält sich dieses „Ich bin“ an das was das Mental bereits erlebt und als Realität gespeichert hat und das eigentlich freie und konditionierungslose Ich Bewusstsein setzt sich gleich mit allen mentalen Wahrnehmungen. Ich Bewusstsein und Mental verschmelzen zu einem.

Jetzt wird es allerdings extrem problematisch – denn der Geist ist befreit und unterliegt nicht mehr den einfachen Überlebenskontextmustern des Mentals sondern im Gegenteil schafft er sich seine komplett eigenen Vorstellung aber unterstellt sich dennoch gleichzeitig der mentalen Führung. Das Mental allerdings ist nur ein Organ und es führt nur aus ohne Kenntnis und Wissen – denn dafür bedarf es jetzt dem klaren Ich, dass sich jetzt allerdings im eigenen Mental verirrt. Ein kleiner Teufelskreis. Es ist wie der kleine Junge, der den wundersamen Zauberstab findet (der wirklich zaubern kann) und sich freut und Zauberer spielt und seine ganze Welt verzaubert ohne selbst zu bemerken, was er da tut, da er denkt, er hält ja nur einen Stock in der Hand. Und sich dann in seiner Welt nicht mehr zurecht findet und anfängt zu leiden und zu beschweren. Schlimmer noch zaubert der Stab jetzt einfach weiter, weil er von seinem Meister lernt, was sein Meister sich wünscht und der Junge verzweifelt, weil seine Welt komplett aus den Fugen gerät. Dabei hält er selbst die gesamte Macht in seinen Händen und verursacht auch noch sein eigenes Leid selbst – er hat es nur noch nicht erkannt.

Mentale Welt – Reale Welt 

Und wie geht es weiter ? Das ist zZ schwierig zu beantworten und nicht vorhersehbar. Erkennt der Mensch nicht seine eigentlich Ich Freiheit und wacht auf und löst sich von seinem Mental, wird er sich wahrscheinlich in seinem selbst erschaffenen Alpträumen individuell wie kollektiv zugrunde richten. Denn das Mental ist außerordentlich mächtig und die erzeugten (falschen) Vorstellungen 100% glaubwürdig für den der sie erzeugt.

Man muss das noch einmal verstehen.

Das Mental ist ein Organ, dass ursprünglich und nachwievor, alle inneren und äußeren Reize zu dem konzipiert, was wir als gesamtes Erlebnis wahrnehmen. Wir nehmen alles nur durch diese im Mental erschaffenen Konstruktionen wahr! Unsere wahrgenommene Realität ist das mental Abbild, das wir erzeugen! Das ist die ursprüngliche Aufgabe des Mentals, die Konstruktion der (einer) wahrgenommenen Wirklichkeit für den Organsimus. Es gab zuvor keine Fähigkeit der komplett freien Ich Bewusstheit, die willkürliche Steuerung unterlag 100% der Reiz-Reaktion Auswertung im Mental. Allerdings hatte das Mental auch keinen freien Geist zur willkürlichen Erschaffung von rein mentalen Konstrukten, sodass die mentalen Bilder sehr wahrscheinlich recht genau entlang der Wirklichkeit ausgerichtet waren.

Um genau zu verstehen, was hier passiert ist und passiert, welche Auswirkungen das hat und wie der Mensch daraus erwach(s)en muss – sind ein Beispiele hilfreich. Das Mental hat in seinem Ursprung die rudimentären, individuellen Überlebensprogramme des Organismus umgesetzt in die kontextuelle Wahrnehmungskonstruktion durch alle Sinne. Ein Frosch verarbeitet mental alle eingehenden Reize (hören, Sehen, fühlen) und erzeugt ein mentales Abbild der realen Fliege, damit der gesamte Organsimus effektiv darauf reagieren kann, um das Überlebensbedürfnis Energieaufnahme zu erfüllen. Dies steigert sich bis zu den komplexen sozialen Verhaltensreaktionen von Affen etc.. Solange das Mental hierbei ausschließlich gebunden ist an die Funktionen und Bedürfnisse des Organismus ist es ein optimales Instrument.

Was passiert nun im freien Geist Mental des Menschen? Wenn das freie Ich Bewusstsein sich dem Mental unterwirft, anstatt genau andersherum es zu benutzen entstehen folgende exemplarische Fehlentwicklungen.

Mentale Fehlentwicklung 

Aus dem Urbedürfnis und vollkommen autonomen Programm „schütze und behüte“ deinen Nachwuchs – was jedes mentale Tier vollkommen intuitiv tut und am Ende des Programms den eigenen Nachwuchs dann aber sogar als getrennte völlig unpersönliche Konkurrenz erfahren kann – hat der Mensch zig mentale Vorstellungen und Programme entwickelt, die er jetzt für seine jeweils einzig, richtige Realität hält – von der (psychisch und physischen) Verstümmelung des eigenen Nachwuchs bis zu den Übersorgung des 30jährigen Nachwuchses erscheint jedem individuell seine Verhaltensweise als logisch und einzige vernünftige Realität. Ursprünglich vollkommen unpersönliche und autarke Organismen werden mit dem mentalen Konzept des „Kindes“ und aller daranhängenden mentalen Ideen und Vorstellung überlagert. Das eigentlich ursprüngliche, natürliche „Nachwuchsprogramm“ was tief im Wesen verankert war und ist, wird nicht mehr artgerecht abgespielt, sondern mental verändert, weil der Ich Geist die mentale Freiheit dazu hat. Selbst der biologisch simpele und natürliche Prozess der Geburt ist überlagert vom verschiedenesten imaginären und komplexen Vorstellungen. Die eigentlich Freiheit des Geistes führt in eine mentale Unfreiheit der fiktiven, selbsterzeugten Vorstellungen – die Frau gerät in mentale Panik bei einem der natürlichsten Vorgänge des Universums. Ihre Panik wiederum stört evtl. die physiologische einwandfreie Abfolge der körperlichen Geburtsprozesse und das gesamte natürlich entwickelte, evolutionäre Urprogramm gerät aus dem Gleichgewicht. 

Ein weiteres Beispiel ist das Überleben und die Energieversorgung. Auch hier wurde aus einem ursprünglich einfachem Überlebenstrieb und mentalem Programm der individuellen Energieversorgung im menschlichen Mental durch die unbewusste Ich Freiheit – ein unkontrolliertes Kämpfen, Horten und Ausbeuten sowohl individuell als auch kollektiv. Mit der rein mental existierenden Erfindung des Geldes sprengt der Mensch zudem dann die Objekt gebunden Hortung und übertrug selbst die Wertschaffung und den Besitz ins rein Mentale. Auch hier wurde er im Laufe der Entwicklung Sklave seiner eigenen mentalen Freiheit – dass einst überlebensnotwendige Konzept der Energieversorgung verdreht sich jetzt sogar noch ins Gegenteil und die mental erschaffenen Konzept der Versorgung bedrohen genau dieses zu erfüllende Bedürfnis.

Man kann eigentlich alle im Organismus verankerten bewussten und unbewussten Urprogramme mehr oder weniger auf ihre mentalen Verzerrung hin überprüfen und wird sehr oft feststellen, dass das befreite Mental exakt das tut, wofür es geschaffen wurde, eine kontextuelle Realität abzubilden und geeignete Reiz-Reaktionsmuster abzuspulen, allerdings haben sich durch die Virtualität des Mentals und der Freiheit „Realitäten“ erschaffen, die oft nicht mehr viel mit der „Wirklichkeit“ zu tun haben.

Der Mensch oder besser gesagt das menschliche Ich hat sich in seinem eigenen Mental verloren.

Der Weg

Die Ironie ist, dass der individuelle Mensch sich jederzeit, ganz leicht befreien kann – es ist gar keine Kunst sondern die Natur des Menschen. Aber er muss dafür Abstand und Abschied nehmen von den bisher bereits erschaffenen, und aus dem  Gleichgewicht geratenen mentalen, fiktiven und falschen Vorstellungen. Er hat Vorstellungen um sich herum erzeugt, die ihm 100% logisch und vertraut erscheinen, obwohl sie ihn langfristig direkt in den Tod führen. Der Mensch ist sich dieser Problematik durchaus bewusst, er kann sich auch immer schwerer darüber hinwegtäuschen. Seine mentalen Konstrukte bekommen Risse bzw. die erlebte Wirklichkeit weicht langsam zu stark von den falschen, mentalen Bildern ab. 

Allerdings schlägt er dazu noch wenig hilfreiche Wege ein, denn anstatt der Ursache aller Problem auf den Grund zu gehen, versucht er die Problem dort zu lösen, wo sie entstehen – im Mental – und macht es so oftmals auch noch schlimmer. Er kann gar nichts anders, denn sein Ich hat sich dem Mental ja unterstellt und daher steuert das Mental (unfreiwillig) die Lösungsversuche.

Die eigentliche Lösung des Problems liegt aber gerade nicht im Mental sondern in dieser neuen Fähigkeit des Menschen – des wahrnehmbaren und damit freien Ich Bewusstseins. Es gibt keine Pille und auch keine Therapie dafür, sondern es ist die jeweils individuelle Erkenntnis des Einzelnen, was dieses Ich eigentlich ist. Denn das ist neu – das „ich“ dass so neu und ungewohnt und ungewöhnlich ist, dass es sich sofort dem Mental unterstellt, obwohl es der eigentlich (friedvolle) Herrscher im Wesen Mensch ist. 

Erkennt das Ich, dass es weder dem Körper noch dem Mental unterliegt sondern im Gegenteil die komplette geistige Freiheit besitzt – kann das menschliche Mental zur Ruhe kommen (denn es hat bis zur Erschöpfung unablässig Konstrukte und Vorstellungen geschöpft – im Auftrag des Ich – dass es oft komplett verwirrt und aus der Balance geworfen ist)

Nicht in der mentalen Therapie liegt die Heilung und Lösung (höchstens kurzzeitige Erleichterung oder Lösung einiger mentaler Knoten) sondern in dem Menschen selbst oder besser in der Erkenntnis des ICH, so dass es endlich seine Königsrolle im Wesen einnehmen kann. Und nicht mehr wie ein kleiner Junge wild den Zauberstab schwingt sondern aus dieser Erkenntnis heraus im Einklang mit allem ist, wo es herkommt und glücklich leben kann. Nicht leichter oder sorgenfreier aber im Frieden mit dem was ist.

Versuche deine Probleme oder die der Welt nicht in deinem Denken oder Fühlen zu lösen, du machst dich und andere nur zum Sklaven deines Mentals und tust ihm selbst dabei keinen Gefallen sondern indem du dich endlich aufmachst und dich fragst – „Wer in mir ist das eigentlich, der diesen ganzen Film hier erlebt ?“ – „Wer ist diese ICH in mir?!“

 

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Erwachen und ein Leben in Maya


Das Leben in Maya (die in deinem Bewusstsein erscheinende Illusion dessen was du als dich, dein Leben und die Welt bezeichnest) ist vollkommen strange. Du bist das, was alles ist, was alles hervorbringt und auch Maya. Du bist in allem, was passiert und du selbst bist vollkommen machtlos. Du kannst dir selbst nur zuschauen, wie sich alles entwickelt. Du verstrickst immer wieder in deiner eigenen Schöpfung. Deine Schöpfung ist vollkommene Illusion und doch ist sie das, doch bist in ihr, diese Wesenheit. Und gleichzeitig bist du sie nicht, sie lebt für sich und handelt vollkommen autonom, 100% eingebunden in Maya. Was nun, was tun?

Das vielleicht Wichtigste ist die Realisation – immer und immer wieder – dessen was du bist und das du nur der Hintergund bist. Das Wahrnehmende und nicht der Handelnde. Realisiere, dass es NICHT deine Pläne sind, sondern die Realisation der Manifestation, die du wahrnehmen kannst. Glaubst du, dass du der Handelnde bist und bist nicht fest verankert im absolut formlosen Wahrnehmenden wirst du wieder die Form und erliegst den Wellen der Polarität und Maya. Hier gibt es nichts zu tun für dich und gleichzeitig findet alles statt durch dich als Form, das ist verwirrend und lässt dich schnell wieder verschwinden in den Bedürfnissen und Vorstellungen dessen, woraus Maya besteht.

Ein Weg.

1 Leide

Alles beginnt mit dem Leiden. Deinem Leiden. Das Leiden kommt aus der vollkommenen Unbewusstheit. Es ist die erste Stufe der Realisation. Solange du nicht leidest, bist du tief in Maya verstrickt. Das ist normal und nicht schlimm, lebe es, genieße es, bis dein Leiden beginnt. Es ist der Moment, wo deine Bedrüfnisse nicht mehr erfüllbar sind. Dann erhoffst du etwas verzweifelt oder willst weg von etwas, dass dir unerträglich erscheint. Dein Erwachen beginnt. Dein Ego bekommt Risse. Intuitiv spürst du und es dämmert dir, das es scheinbar keinen Ausweg gibt. Habe keine Angst. Es ist die Vorstufe des Eingeständnisses deines Ego (deiner mentalen Selbstvorstellungen von dir und dem Leben), dass es nicht mehr weiter weiß, und vllt. doch keine Kontrolle hat. 

Vielleicht erschafft dein Ego ein neues stabiles Selbstbildnis für eine Weile, aber der Riss ist da. Der Zweifel wird bleiben in dir. Die Verzweiflung des Leidens hat ihn geschaffen und dein Instinkt ist geweckt. Du wirst nie wieder mehr die zweifellose Selbstgewissheit zurück erlangen, die du vor dem Leiden hattest. Hält das Selbstbildnis, wirst du sterben ohne zu erwachen, auch das ist gut, es ist der Gang der Manifestation. 

2 Realisiere deine Gedanken 

Kehrt dein Leiden aber zurück oder nimmt an Intensität zu, beginnt die erst Stufe der Bewusstheit. Wie auch immer (meist durch Therapie, Führung oder Meditation) erlernst du eine neue Fähigkeit – das beobachten deiner Gedanken. Der Beobachter erwacht und erscheint. Es ist eine neue Ebene deiner Bewusstheit. Du denkst und handelst nicht mehr nur noch einfach, sondern du erlernst die Fähigkeit bewusster Reflektion. Dh. deine innere Wahrnehmung spaltet sich auf. Es gibt jetzt deine Gedanken und es gibt den in dir, der deine Gedanken bewusst wahrnehmen und benennen kann. Du denkst und fühlst nicht nur, dass du traurig oder wütend bist, sondern während das in dir passiert, kannst du es auf einer höheren Ebenen deines Seins gleichzeitig benennen. 

Eine enorme Entwicklung. Jetzt bist du deinen Gedanken und Gefühlen vllt. noch immer hilflos ausgeliefert und leidest aber durch den Beobachter hast du es geschafft einen Teil deines Bewusstseins bereits davon zu trennen. Immer wieder wirst du in deinen Gedanken und Gefühlen versinken und mit jeder Meditation (oder was du auch tust) wirst du mit dem Beobachter wieder auftauchen. Irgendwann ist er immer mehr und öfter in dir präsent, neben deinen Gedanken. Du wirst feststellen, dass du nicht mehr so heftig und unkontrolliert reagierst, wenn deine Knöpfe gedrückt werden. Der Beobachter schafft einen kleinen Raum – einen Puffer – und immer öfter, wirst du jetzt sofort registrieren, was in dir passiert, BEVOR du reagiert. Du erlangst die Fähigkeit, die spirituell Kundige  als „Kontrolle deiner Gedanken“ bezeichnen. Der Beobachter gibt dir die Macht bewusster zu handeln und nicht mehr nur reaktiv zu sein. Eine große Erleichterung und Befreiung.

Viele bleiben hier stehen und auch das ist gut und vollkommen okay, ihr Leiden reduziert sich, sie sind nicht mehr komplett ihrem Verstand und Wesen ausgeliefert sondern gewinnen Selbstwirksamkeit und Kontrolle über das zurück, was ihnen durch Konditionierungen und Traumata genommen wurde.

3 Erwache

Hast du den Beobachter in dir aus deinen Gedanken und Gefühlen befreit (denn er war schon immer dort aber unbewusst), wird deine Neugier vllt. auch erst geweckt. Denn der Beobachter ist machtvoll und geheimnisvoll. Wer ist das? Wer ist das da in mir? Warum habe ich ihn nie wahrgenommen und wo war er vorher? Du wirst jetzt ein Suchender – deine Suche wendet sich langsam vom Außen in dein Inneres. Etwas Tiefes in dir ist bereits erwacht und dein Verstand beginnt unmerklich Fragen zu stellen. Das beobachten deiner selbst, hat dir viele Dinge gezeigt und zeigt dir, dass die Dinge, die du wahrnimmst, oft nicht der Realität entsprechen. Dein zuvor festes Bild der Wirklichkeit beginnt zu bröckeln. Du erkennst deine Fassaden und gleichsam die Fassaden der anderen und der Welt. Der Beobachter in dir deckt es auf wenn du nicht ehrlich zu dir selbst bist, und er entlarvt die Lüge, die du in dir selbst erkennst hast, jetzt auch bei anderen. 

Deine Zweifel werden zunehmen, was ist denn jetzt real? Was ist Wahrheit? Was ist gut und was ist schlecht? Gibt es das überhaupt? Das ist jetzt ein Schwelle, denn dein Ego (deine feste Vorstellung deiner Welt) ist jetzt bedroht, alles was jetzt folgt, erfordert einen starken Willen und eine gesunde Psyche oder ein hilfreiches Umfeld. Kannst du auf nichts davon zurückgreifen, wird dein Ego zu deinem Besten diese Lücke wieder schließen. Der Beobachter wird schwinden und du wirst wieder voll in Maya leben. Solltest du aber über die nötigen Ressourcen verfügen, kommt jetzt ein sehr einschneidender Moment für dich. Das Bild von dir und deiner illusorischen Welt wird zerbrechen, wie schnell hängt von deiner Konstitution und Ressourcen  ab. Das Leben will dich nicht brechen und die Tiefe in dir will nichts, ist geduldig und wird nichts erzwingen. Es kann auch sein, dass du dich bewusst abwendest, weil du die Wahrheit ahnst aber lieber in Maya verweilen willst, auch das ist okay, denn es ist dein Weg.

Solltest du weitergehen, erfolgt jetzt ein erstes Erwachen, und es ist „grausam“, denn deine komplette, bisherige „Realität“ wird zerbrechen. Du wirst alle Lügen deiner eigenen Identität über dich, deine Familie, deinen Job, deine Freunde, die Welt und das Universum erkennen und du weißt es ist alles nur in deinem Kopf – Illusion. Du erwachst aus einem Traum um in einem Alptraum zu landen. Das ist kein Halt mehr, keine deiner Vorstellungen, Handlungen und Ideen ergeben für dich mehr einen Sinn. Und am schlimmsten aber ist, du wirst dich so einsam fühlen, wie noch nie in deinem gesamten Leben. Denn du bist jetzt ganz allein – dein Ego zerstört sich und damit alles was dir vorher Geborgenheit und Gemeinschaft vorgegaukelt hat. Das heimelige Gefühl von Bestätigung und gehalten werden wird komplett zerstört, weil es Lügen waren. Und dein Verstand wird das jetzt gnadenlos offenbaren. Mach dir da nichts vor, aber wenn du bis hier gekommen bist, war das eh nicht deine eigene Entscheidung, deswegen sage ich es dir, akzeptiere alle deine bisherigen Wahrheiten als Lügen und du wirst diesen Ort  schneller verlassen und weniger leiden.

Vielleicht wird auch dein Körper krank werden, er hat viel getragen und sich gebogen in der Vergangenheit, in der Welt der Lügen über dich selbst. Das Erkennen und Befreien davon ist und kann auf allen Ebenen sehr schmerzhaft sein. Hast du bereits sehr stark gelitten, kann es aber auch befreiend wirkend, endlich das ehrlich anzuschauen, von dem du schon immer ahntest, dass es falsch ist. Aber keine Sorge, du bist bei dir selbst in guten Händen, du wirst nur das bekommen, was du tragen kannst. Und das Tempo entscheidet über die Intensität, und das Tempo bestimmst du ganz allein, auch wenn es dir nicht so vorkommen mag. Und ich sage das nicht, um dir Angst zu machen, im Gegenteil, ich ermutige dich diesen Weg zu gehen, meine Worte sind eher für den gedacht, der das gerade erlebt, um ihm zu zeigen, dass dies normal ist und nicht schlimm, es ist der ganz normale Prozess des Wachstums und der Geburt und du wirst es überleben! Wie viele vor dir auch!

Es ist eine bittere Medizin aber sie wird dir sehr gut tun.

4 Gib auf – Hingabe

Vielleicht geschieht das alles in Wellen. Die Lüge zu durchdringen ist schmerzhaft und vor allem das zu tragen was dem folgt, will gut vorbereitet sein und sei dir gewiss, du wirst es zu deinem Besten machen. Wellen sind gut, es sind Lektionen und Schritte dich an das zu gewöhnen, was sich jetzt in dir offenbaren will und wird. Du selbst. 

Aber jetzt kannst du nichts mehr tun. Du wirst dich vielleicht wundern, aber du hast dich selbst ausgetrickst. Du hast immer weiter gegraben, was real ist, wer du bist, was das alles soll und jetzt stehst du vor einer Wand. Und sie erscheint jedem genauso wie seine größte Lügen über sich und sein / das Leben für ihn aussehen. Du stehst jetzt vor dem größten Schatten deiner selbst und der ist unüberwindlich für dich. Es sind sehr simple Schatten und genau deswegen enorm mächtig : ich bin erfolgreich, ich bin anerkannt und wichtig, ich bin ernsthaft Suchender, ich bin ein aufopfernde Mutter, ich bin ein gut erzogener Sohn. Was auch immer es ist, es ist deine letzte Barriere und sie erhält ihre Energie von deiner größten Lüge von allen – ich muss sein, ich muss leben. Um das aufzulösen, musst du dich selbst umbringen. Entweder wirst du das an dieser Stelle tatsächlich tun, oder du wirst wahnsinnig werden oder du gibst auf. Ich sehe wenig andere Möglichkeiten und sie sind alle durchaus sehr realistisch.

Das ist der dunkelste Moment in deinem Leben. Aber du bist nicht allein, dein tiefestes Inneres wartet und und wird bei dir sein. Es wird dich leiten. Du wirst es hören, auf welchem Wege auch immer und es wird dich leiten. Und das Leiden vorher hat dich vorbereitet aufgeben zu können, denn im Leiden lernst du Demut, und je öfter es in Wellen kommt, desto stärker ist dein Vertrauen es zu überleben und das es auf der anderen Seite weitergehen wird. Du stehst vor einer tiefen Erkenntnis deiner Selbst aber es ist jenseits deines Egos und einer Vorstellung und deswegen führt dieser Weg durch die Hingabe und das Aufgeben. Es ist das tiefe Eingeständnis, das du nicht mehr weiter weißt. Das du aufgibst, mit all deinen eingebildeten Konzepten von Stärke, Wissen, Klugheit, Liebe und allem was du dir noch so zurecht gelegt hast. Du gibst auf und lässt dich fallen, in ein NICHTS. 

Ohne diese Aufgabe und das Hingeben in den Tod dessen was du bist und was du glaubtest zu sein, wird das Tiefe in dir sich nicht zeigen können. Genau in deiner dunkelsten und schmerzvollsten Verzweiflung und Angst wird sich das zeigen und offenbaren, an das du selbst nicht mehr geglaubt hast. Und es wird dich sehr sanft komplett überrollen. Es ist eine klare und sehr helle, schlagartige Erkenntnis, dessen was du bist und immer warst. Du wirst dich trennen, von all dem was du bisher über deine Sinne dachtest zu Sein. Und ein ungeheure Gelassenheit und Frieden werden dich erfüllen. Du wirst nicht euphorisch sein, sondern vllt. eher erstaunt und sagen : WOW! So einfach ist das, aber das war doch schon immer da. Warum habe ich nicht nie bemerkt. Du bist erwacht!

4 Realisiere wer du wirklich bist 

Dieser Zustand, diese Perspektive und Erkenntnis wird eine Weile anhalten. Höre und folge jetzt deiner inneren Stimme. Du wirst sei sehr deutlich hören können jetzt, wenn du hinhörst. Es ist die Weisheit dessen was du bist. Es ist die konzeptuelle Übersetzung deines ganzen Seins, was dich leiten kann. Höre nicht auf deine Gedanken, die wieder kommen werden. Es sind Muster aus alten Zeiten, Programmierungen. Gib deiner inneren Stimme die Zeit sich zu zeigen und vertraue.

Maya, die Manifestation und dein (alter) Verstand sind sehr präsent, glaub mir das, und dein Sein, dass was du bist ist extrem subtil. Die Überraschung des Moments, diese helle Erkenntnis werden ein Weile anhalten. Diese Erkenntnis, dessen was du wirklich bist, wird auch nie wieder verschwinden. Die Frage wird aber kommen in dir, was ist jetzt denn real und wirklich? Das was vorher so klar erschien, wird wieder mit Gedanken bedeckt werden. Das Empfinden deines Seins drängt sich nicht auf, die Erkenntnis bleibt, das Empfinden wird verschwinden, wenn du nicht darin verweilst. Das Empfinden ist das reine unkonditionierte Bewusstsein, das Fundament auf dem deine gesamte (illusionären) Identität fußt. Das Wissen darum ist eines (und es ist schwach), im unkonditionierten Seins zu verweilen etwas ganz anderes (und das sehr mächtig). Sei gewarnt, sobald du versuchst, verstehen zu wollen was hier passiert, bist du wieder im Ego und nicht mehr in deinem Sein. Das ist okay, denn du bist ja beides – ABER was sich in dir gezeigt hat ist subtil und wenn du denkst, ist es nicht mehr da, denn dann ist es in deinen Gedanken – daher nimm dir soviel Zeit wie du kannst, suche die Ruhe und gehe in dich ohne begreifen zu wollen was ist! 

Das Ego, der Beobachter, das unkonditionierte Bewusstsein – all das bist du und dann doch nicht. Denn es gibt noch etwas Tieferes, der Ursprung und gleichzeitig das Einzige was wirklich ist und aus dem alles ist. Das Absolute. Machst du auch den letzten Schritt und „verbrennst du stock im feuer“ wie Ramana er ausdrückte, wirst du das erfahren, aus dem alles kommt und aus dem alles ist und das doch weder Form noch Namen hat. Auch hier hören viele auf. Sie erlangen die Erkenntnis des reinen Bewusstseins, aber verlieren sich wieder in Maya. Denn um das Absolute dessen was du bist zu erfahren, muss du auch das unkonditionierte Bewusstsein, durch welches du die Welt erlebst und erschaffst zu seinem Urpsrung zurückverfolgt werden. 

Und du endest in der „wahnsinnigen“ Formlosigkeit – du erkennst die komplette Illusion der gesamten Manifestation – selbst dafür hast du kein Wort mehr – Bewusstsein, Manifestation und Absolutes verschmelzen ineinander und zu einem. Da gibt es nichts mehr und gleichzeitig ist alles da. Und dann beginnt dein Leben in Maya.

5 Lebe in Maya – lebe in Dir und Polarität 

Was bin ich? Diese Frage tritt bei mir zZ fast öfter auf als zuvor. Ich weiß und erlebe mich als das komplettes Bewusstsein, das alles wahrnimmt, ich erlebe mich als das Absolute in und aus dem alles ist und ich erlebe mich als Wesen in Maya komplett unterworfen der Polaritäten dieser Manifestation. Und es erscheint mir oft absurder als je zuvor. Mal bin ich das total Absolute – die Welt verschwindet – ich bin ein Fluss oder besser, ich bin das, in dem und durch das alles fließt – unendlich, einfach nur präsent – ich denke weder über Zeit noch Raum – bin einfach nur. Und dann bin ich Bewusstsein, ich realisiere alles was ins Feld meiner Wahrnehmung kommt – ich realisiere die Form in der und durch die dies geschieht und gleichzeitig nehme ich nur wahr. Und dann versinke ich in Maya – immer wieder – Ängste plagen mich und Wünsche kommen auf – denn das Wesen das Ich auch bin ist in Maya.
Wie geht man damit um?

Lass es geschehen! Maya ist deine Schöpfung! Sie findet statt – ohne Ziel aber dennoch mit den in ihr wohnenden Intentionen. Es ist deine Welt. Erkenne und erlebe ihre Polaritäten, du unterliegst Ihnen in der Form – aber als formlose Präsenz, kannst du sie kommen und gehen lassen. Sie werden immer und immer wieder kommen. Dein Wesen, durch das du erscheinst, unterliegt diesen ewigen Wellen. Mach das beste daraus für andere. Erwecke und hilf – sei aktiv aber nicht von dir heraus. Verliere dich nicht in Ambitionen oder im abdriften ins sein. Denn beides ist auf seine Art real. Lass es zu und wisse immer, das alles was du tust nicht du bist sondern der Ablauf der kausalen und polaren Manifestation – es gibt nichts Persönliches von dir als Handelnden und doch findet die Handlung durch das statt, was du repräsentierst in der Manifestation. Schaffe eine Gleichgewicht zwischen Polen.

Verliere dich nicht in der Polarität – das Polare ist Maya – bevorzugst du einen Pole und verteidigst ihn, hast du dich in Maya verstrickt. Erkenne die Pole, anerkenne sie als Basis des Manifesten. Erkenne das du ihnen unterliegst aber das du durch deine bewusste Präsenz sie weder ablehnen noch anziehen musst, sondern sie einfach nur wahrnehmen kannst. Lass die Pole arbeiten und fließen – sie sind die Manifestation. Und vergiss nie – es gibt kein Recht auf Leben – und noch viel mehr : es gibt kein Leben es ist alles nur Ausdruck des Absoluten.

6. eine Utopie – Zukunft in Maya 

Das Bemerkenswerte am Menschen ist, das er in Maya aber auch seiner vollen Bewusstheit leben und weilen kann. Er kann die Polarität erleben und gleichzeitig als solche erkennen und somit frei von dem Zwanghaften des Polaren werden, denn das Wahrnehmende ist absolute neutral, raum- und zeitlos. Es ist wie der Traum, der Film oder der Spiel – indem man versinkt und leidet und doch wieder auftauchen kann, um zu realisieren, was man wirklich ist – der Träumer, der Zuschauer, der Spieler.

Träumt man luzid oder realisiert man im Spiel oder Horrorfilm das alles nur Fiktion ist – kann man genießen ohne zu leiden, das erleben mag nicht angenehm sein, aber als Erfahrung bekommt es seine Bedeutung. Alles erstrebenswerte braucht seinen Gegenpol sonst wäre es nicht erstrebenswert. Wenn du irgendetwas ändern willst, erkenne dein Ego darin, es ist das versteckte Anhaften an etwas das dich nachwievor treibt. 

Der Mensch steht vor einer interessanten Frage in seiner Entwicklung: will er selber, sich als selbst begrenztes Bewusstsein Schöpfer sein und sich gegenseitg bewundern oder will er sich realisieren, als das allschöpfende, unbegrenzte Bewusstsein und bewundern und genießen was er im gesamten Universum hervorbringt. Das begrenzte Bewusstsein herrscht vor zZ und dominiert die Vorstellungswelten und bedroht alle Lebensformen, die sich dem nicht unterwerfen. Es arbeitet sich an den Polen ab anstatt sie als Fundament der Schöpfung selbst zu betrachten und mit ihnen im Einklang und Frieden zu sein. Das Erwachen des Bewusstsein aus der eigenen Illusion der selbst erzeugten Polarität, ebenso wie der Mensch aus seinem Ego erwachen kann, ist eine Utopie der zeitweiligen in Maya gebunden Harmonie der Welt obgleich die ihr innewohnende Polarität auch hier wieder die Disharmonie braucht. Aber wie Buddha sagt, das Leben in Maßen und der Mitte, wäre eine harmonische Trinität des beobachtenden bewussten Menschen in der Polarität der Welt – der Mensch wird der Polrität (auf allen Ebenen) nicht entkommen, ebenso wie sein unkonditioniertes Bewusstsein niemals Teil davon sein kann.

 

Die Welt ist auf den Kopf gestellt


Es ist wie das Höhlengleichnis – wie erklärt man Menschen, die die Schatten an der Wand für real halten, dass sie sich um 180 Grad drehen müssen, um das Licht und den Ausgang zu sehen und zu finden.

Dadurch das unser eigentliches Empfinden sich in unseren Sinnen und Gedanken verloren hat, und sich selbst nicht mehr erkennt, haben wir Menschen unsere Existenz und Leben auf diesem Planeten komplett auf den Kopf gestellt.

Wir denken, es geht um unsere eigenes Überleben, und das unserer Kinder.

Wir denken, alles was wir uns angeeignet, gelernt, erschaffen und entwickelt haben gehört uns.

Wir denken, dass was uns gehört, dafür müssen andere einen Wert geben und bezahlen.

Wir denken und wir haben uns verlaufen. 

Nichts von alledem ist wahr, und je mehr wir das glauben, desto weniger erkennen wir das.

Ich spreche jetzt zu deinem Ego in dir, was denkt, und was du nicht bist :

Du hast deinen Körper geschenkt bekommen – er gehört dir gar nicht!!! Du hast nichts – aber absolut rein gar nichts dafür getan, du wurdest noch nicht einmal gefragt. Weder dein Leben, noch dein Körper und schon gar nicht deine Kinder gehören dir und da ist nichts, was du selbst hättest jemals tun können, damit du oder deine Kinder, dieses Wunder und Geschenk des Lebens hätten empfangen und entfalten können. Es ist von ganz allein ohne dich entstanden und so wird es auch wieder gehen. Dieser Körper und auch die deiner Kinder ist Teil eines Ganzen und über Jahrmillionen zu dem geworden, was er heute ist, er hat eine tiefe Intelligenz, die dich am Leben erhält obwohl du Dinge tust, die sowohl deinem Körper als auch der Umgebung in der er lebt schaden. Dein Körper gehört dir nicht – er ist Teil einer Entwicklung die schon immer war und auch ohne dich immer weiter laufen wird. Und er kam und wird gehen (früher oder später) – ohne das du irgendeinen Einfluss darauf nehmen kannst. Dein Körper gehört dem Leben und sei dankbar und froh, dass er dich mitnimmt!

Jede Fähigkeit und Potential in dir und was du daraus machst – gehört dir nicht!!! Egal wie du aufgewachsen bist, wenn du stolz auf etwas bist, was du bist, aus dir gemacht hast und erreicht hast – da ist nichts was du selbst dazu hättest beitragen können. Deine Gaben, sind Geschenke, die sich das Leben selber schenkt – sie kommen weder von dir, noch gehören sie dir! Du wärest niemals zu dem geworden, was du jetzt bist oder besitzt, ohne alles was du (im Guten wie Schlechten) erhalten hättest. Ohne diesen Input wäre dein Hirn leer und du im Babymodus, ein unbeschriebenes neuronales Netz – und selbst das würde dir nicht gehören – es ist dir einfach gewachsen. Aller Input, den du erhalten hast und erhältst, macht dich erst zu dem, was du bist, auch deine Möglichkeit und Gefühl deiner freien Entscheidung oder dass du denken kannst : „Das war ich! Das gehört mir!“. Höre auf dich zu belügen, sowie dir dein Körper nicht gehört, gehört auch dein gesamter geistiger und physischer „Besitz“ nicht dir. Wenn du sagst, dass bin ich, dass gehört mir, bist du ein Dieb – und selbst dafür kannst du nichts. Hahaha. Also entspanne dich und lass das Leben geschehen, es tut das sowieso – ob du es willst oder nicht!

Du lässt andere bezahlen für etwas was dir noch nicht einmal gehört! Weder dein Körper noch was daraus entsteht – gehören dir und unterliegen deinem Einfluss, erkenne dies. Befreie dich aus deiner eigenen Lüge, mit der du dich nur selbst fesselst. Etwas was dir nicht gehört (noch nie gehört hat), kannst du weder besitzen noch kontrollieren. Du denkst es unterliegt deiner Macht, und dann kommt die Angst, wenn es ganz anders kommt, und deswegen kontrollierst du dich und dein Leben und das der anderen. Aber das Leben lebt sich und dich, und du bist ein Teil davon und nicht anderesherum. Dein Leben gehört nicht dir! Wenn überhaupt gehörst du dem Leben. Aber das Leben besitzt dich nicht – es lebt dich und durch dich! Du bist ein Geschenk des Lebens für sich selbst, deswegen hast auch du keinen Anspruch auf irgendetwas, sondern das was du hast und besitzt ist ein Geschenk für alle anderen, die zum Leben gehören wie du!

Diese Welt steht Kopf, anstatt uns zu verschenken  – ans Leben und die Welt und uns und dem Leben gut zu tun im vollen Maße, nehmen wir und wollen besitzen, was wir gar nicht besitzen können. Wir sind das Leben, aber nicht nur dieser Körper sondern das gesamte Leben im Fluss !!! Und wir beklauen und schädigen uns selbst – welch Ironie des Lebens. 

 
 

Wahrheit


Es gibt keine absolute Wahrheit, denn die absolute Wahrheit bedingt der absoluten Lüge in ihrer Existenz.

Es gibt nur das alles was ist, das sich (ohne Wahrheit) erfahren kann in dessen Gegenteil.

Und es gibt das Nichts das weniger ist als das Nichts als Reflektion des Alles. Die Wahrheit hierin ist, das du dich als das Nichts in Opposition zu allem was ist Empfinden kannst. Und weißt, empfindest, erlebst, dass du selbst dies nicht bist. Denn die „Wahrheit“ hat kein Gegenteil, noch nicht einmal die Lüge.

Alle Wahrheit die ausgesprochen wird, bedingt der Lüge, und ist damit nicht absolut. Sie existiert nur in in der Lüge und die Lüge in der Wahrheit. Und somit ist und kann sie nicht die absolute Wahrheit sein, weil es ihr gegenüber noch die Lüge geben muss. Und somit ist sie und die Lüge und damit verliert sie ihre Absolutheit.

Vertraue keiner Wahrheit! Keiner! Sie ist nur der Spiegel der Lüge. Suche und finde dich selbst und dir und alles Fragen nach der Wahrheit wird sich auflösen, in der Wahrheit und der Lüge, die dann eins werden. Das was bleibt ist das was du suchst, du selbst.

Dankbarkeit


Sei allem was ist, in deinem Innen wie im Außen, dankbar.

Denn alles was ist – im Innen wie Außen – schenkt dir, das Gefühl zu sein.

Ohne das was ist, was du wahrnehmen kannst und durch das durch dich wahrnehmen kannst, exisitierst du.

Nur durch Wahrnehmung dessen was ist, kannst du Empfinden, dass du bist, was du bist und was du gerade indies es Moment nicht bist.

Wäre es nicht da, so negativ es dir in deinem momentanen Empfinden auch erscheinen mag, dann wirst du nicht, weil du könntest ohne dieses Empfinden, wie durch alles Empfinden weder wissen noch spüren, das du bist.

Und alles was ist polar, es lässt sich Empfinden, durch seinen Wandel, und nur dadurch, daher sei dankbar, weil du wissen kannst, dass es sich auch wieder in seinen Gegenpol wandeln wird.

Nichts was du empfindest, wird so bleiben wie es ist, es wird sich immer in seinen Gegenpol wandeln, nicht damit du dich besser oder schlechter fühlst oder mit irgendeiner Intention dahinter, sondern einzig allein aus dem Grund, dass du dich selbst empfinden kannst in diesem Wandel. Und selbst dies ist ohne Intention sondern, das einzige was ist, weil ohne dies wäres du nichts. Nicht das Nichts als Gegenpol zu dem Alles sondern, sondern absolut Nichts ohne ein Gegenteil.

Wortknaller Nr. 2 – Empfinden 


Hahaha – und wie geil ist das denn – Wortknaller Nr. 2 – darf ich vor-stellen : Empfinden

Lieber Suche und auch Nichtsucher – lieber Finder und auch nicht Nichtfinder 

Auch in diesem Fall liegt es ganz offensichtlich längst vor unserer Nase (zumindest meiner) und wir haben es nie bemerkt. 

EMP – FINDEN – ein tolles Wort, denn es verbindet und zeigt exakt das, worum es geht.

Finde dich durch dein Empfinden. In deinem Empfinden, kannst du dich finden. Empfange und finde dich selbst in deinem Empfinden, denn das bist du, und dann wirst du realisieren, was du schon immer warst.

Nur im Empfinden, lässt es sich finden. 

Lass beiseite, was auch immer du dir (da)vorstellst und emp- finde Dich!

Was du dir vorstellst …


Hahaha – Nein, wie geil ist das denn? 

Manchmal muss ich lachen, über den Humor des Lebens, dann denke ich, ist das hier ein Film und wer lacht jetzt ? Ich 

Die Sprache ist so präzise und zeigt, das was ist – wenn wir hinschauen – so offensichtlich, dass wir es gar nicht mehr sehen.

„Was stellst du dir vor, wer du bist?“ – Hast du zB die Vorstellung finanzieller Unabhängigkeit?

Herzlichen Glückwunsch, denn das bist jetzt Du. Du hast es Dir vorgestellt somit vor gestellt. Vor dich gestellt. Frag sich nur vor was genau?

Vor was genau hast du denn jetzt die „Vorstellung“ finanzielle Unanhängigkeit gestellt, vor wem oder was steht sie jetzt genau ?  

Und könnte es sein, dass du dadurch etwas verdeckt hast ? Etwas was wirklich ist, statt nur der Vorstellung?

Hahaha – im Wahn der Vorstellung „etwas suchen“ zu müssen, habe ich das vor das gestellt, was ich eigentlich suchte.

Leben ist geil, und mega witzig !

(Jetzt könnte man sich noch vorstellen, was man sich noch alles so (da)vor gestellt hat – aber das erscheint dann in einer anderen Vorstellung)

„Was suchst Du?“


Was suchst du?

Suchst du Glück, Erfolg, das Gefühl „ich bin eine gute Mutter / Vater etc.“, Erfahrungen ?

Dann such weiter und wenn du nachdem du es gefunden hast, wieder oder immer noch unzufrieden bist, komm vielleicht wieder vorbei

Suchst du dich selbst? Wer bin ich? Erkenne dich selbst ?

Hast du alles schon gesucht und gefunden, und ist da wieder dieses Gefühl der leichten Leere und Einsamkeit in dir? Dieses Unwohlsein, von dem du selbst nicht weiß, was es ist? Oder dieses schwelende Unverständnis dir selbst oder Welt gegenüber?

Suchst du dich jetzt in Seminaren, in Gott, in Selbsterkenntnis, in Meistern, in Erleuchtung?

Wenn du dich selbst suchst, warum fängst du dann nicht einfach hier an – hier und jetzt!

Bei dir selbst in diesem Moment ? 

Warum schaust du dich nicht genau an – du bist doch schon du ? Was willst du da noch suchen – und was sonst noch (innen oder außen) sollte dir dazu fehlen, was du noch lernen, wissen, machen oder erfahren müsstest?

Ist es nicht genau andersherum, dass du das alles mal beiseite lässt, um nachzuschauen, was dann bleibt, was du wirklich bist?

Du bist du! 

Da gibt es keinen Zweifel! Schon immer – trotz aller Veränderungen, ist es doch immer gleich – du bist du! Oder hast du dich schon mal nicht als Du erlebt ?

Also was ist denn das, dieses Du? Was du bist?

Kannst du es wirklich entdecken, wenn alle diese Vorstellungen, was du denn sein könntest, vielleicht das verdecken, was du bist und schon immer warst?

Mein Tipp: auch wenn es dir absurd erscheinen mag. Bleibe hier, genau an diesem Ort, genau in diesem Moment. Hier bist du schon, genau das was du bist! Und frage dich, was denn hier ist, was du bist? Und alles von dem du selbst feststellst, dass du es eigentlich doch nicht bist – lass es beiseite! Aber schau ganz genau hin!

Du suchst dich und du bist schon längst du, aber du kannst dich noch nicht empfinden, aber du brauchst auch nichts und niemanden, um dich zu finden. Du bist schon, hier und jetzt! Also such doch einfach auch, hier und jetzt! Viel Erfolg!

Lass dich bewegen


Lass dich bewegen, denn Bewegung ist das einzige durch das du dich wahrnehmen kannst, durch das du in Erscheinung trittst. Du selbst bist Bewegung, in Bewegung und bewegst. Aber verwechsle nicht die Bewegung mit dir selbst. Schau ihr zu, beobacht dich selbst und nimm dich wahr in der Bewegung, in dem was dich von außen bewegt, genauso wie das, was sich in dir bewegt, und dich in Bewegung versetzt. Verharre in der Beobachtung und Wahrnehmung der Bewegung, des Bewegten und keine Sorge, auch das was du zu sein scheinst, deine Wesenheit wird sich bewegen, selbst wenn du in der Wahrnehmung verbleibst, selbst über das Verschwinden dessen was du bist, der Wahrnehmung, hinaus – dein Körper wird sich weiter bewegen, weil er nur aus Bewegung besteht und von allem was ihn umgibt bewegt wird. Er wird zerfallen und sich zerfallen lassen – auch wenn du als das was wahrnimmst nicht mehr bist.

Du bist der Wassertropfen im Meer und egal was du tust, du wirst mit dem Wasser fließen, das außen, das Meer wird dich in eine Richtung bewegen, selbst wenn du dich entscheiden magst, dass du in eine andere möchtest. Egal wohin zu dich bewegst, das Meer wird nicht aufhören sich zu bewegen, alles im Universum ist in ständiger Bewegung. Und der Tropfen selbst, durch seine Ladung und dem was er ist, wird sich bewegen – egal was er will – erfolgt seiner inneren Bewegung, die er ist aber vielleicht nicht will – so auch du milliardenfach komplexer und bewegter, so dass es kaum erkennbar ist. Auch das was du hier darstellst, bewegt unabhängig davon was du willst. Selbst deine Wollen oder Nichtwollen, ist eine Bewegung erzeugt und eingebunden eine unendliche Kaskade von vorherigen Bewegungen. Völlig unpersönlich – nicht du, nicht das was du glaubst zu sein.

Aber du kannst anstatt dich in der Bewegung zu verlieren, und zu glauben du seist die Bewegung, der Bewegung zu schauen, du kannst dich ihr hingeben oder du kannst dagegen angehen, du kannst dich bewegen lassen. Das Ergebnis ist identisch, es ist Bewegung. Daher spielt es keine Rolle, was du bewegst oder wie du dich bewegen lässt oder was sich in dir bewegt. Lediglich die Erkenntnis, dass du nicht die Bewegung bist, sondern das, was diese wahrnehmen kann, macht einen Unterschied, aber auch das wird an der Bewegung selbst nichts verändern. Und selbst, ob du das tust oder nicht, ist Bewegung – die Erkenntnis bist nicht du, sie entsteht aus der Bewegung, die du nicht bist. Erkenntnis ist daher ebenfalls völlig unpersönlich und nicht gewollt, sie ist eine Folge dessen, allem was sich bewegt, es gibt keinen Anteil von dir darin.

Die Erkenntnis wird die Bewegung deiner Wesenheit auch nicht verändern, weil deine Wesenheit sich vollkommen unabhängig von dir bewegt und bewegt wird. Ob äußere Impulse wie Krankheit, ein Lottogewinn, ein Mensch, der in dein Leben tritt oder der Unfall oder innere Impulse wie alte Gedanken, Emotionen oder körperliche Empfindungen, der Raum in und um dich wird alles ständig in Bewegung halten, nur das Beobachtende in dir, das Wahrnehmende bewegt sich nie und verändert sich nie. Ist immer gleich, in Raum, Zeit und Form, innerlich wie äußerlich. Denn es ist das in dem alle Bewegung stattfindet, es ist in jeder Bewegung, es ist jede Bewegung, die du realisieren kannst über deine Sinne.

Daher – heiße jede Bewegung willkommen, aber nicht in und durch die Bewegung – nicht im Ergehen in Freude oder Ablehnung – denn das ist nur emotionale Bewegung, die wiederum dich und das außen, durch dich, bewegen wird, sondern aus dem Wahrnehmenden, dem Beobachtenden heraus. Heiß sie willkommen, was auch immer es ist, denn sie ist das, was dir das was du wahrnimmst überhaupt nur ermöglicht. Ob positiv oder negativ, ob in dir oder im außen, es nur durch die Bewegung, die dich realisieren lässt, dass du sie nicht bist, dass du dich überhaupt als das erkennen und wahrnehmen kannst, was du bist – das empfindsame Bewusstsein.

Du bist die Bewegung und das Wahrnehmende – ohne die Bewegung bist nicht Wahrnehmend – nur dich als das Wahrnehmende erscheint das Bewegende in dir. Lass dich bewegen!

Kein Innen – kein Aussen


Die Vorstellung getrennten Bewusstseins und von etwas innen oder außen, sind alles Konzepte im Verstand, es gibt kein Innen und es gibt kein Außen, und es ist dennoch wahrnehmbar. Raumlos, Formlos, Zeitlos.

„Das Noumenon (das Absolute), die reine Subjektivtät, kann sich selbst als Noumenon nicht sehen. Die phänomenale Manifestation ist als nicht etwas von außen, vom Noumenon „projiziert“, sondern es ist eine Objektivierung als Manifestation in, durch und auf sich selbst“  – Pointers, Nisargadatta 

Das ist wichtig zu realisieren, denn alle Beschreibungen scheitern immer wieder an den Raum-Objekt-Zeit Konzepten, auf denen unsere gesamtes Denken fußt. Um die Beziehung von Absoluten-Bewusstsein-Manifestation zu verdeutlichen und Hinweise darauf zu geben, wird Sprache benutzt, die wiederum nur ein Ausdrucksmittel des Denkens ist. Und Denken (konzeptuelles Bewusstsein) braucht Konzept bzw. ist reines Konzept.

Es ist deshalb unmöglich in der Sprache die Realisation des Bewusstseins auszudrücken, weil dieses jenseits von Raum-Objekt-Zeit wahrgenommen wird. Gänzlich unmöglich ist das wahrnehmen oder beschreiben des Absoluten. 

Man kann das am Besten verständlich, nachvollziehbar vergleichen, mit einem Einäugigen in einen leeren Raum, der versucht sein eigenes Auge zu sehen – das ist unmöglich. Das eine Auge kann ohne Reflektion oder Hilfe sich selbst niemals erblicken. So ist das auch mit Absoluten Bewusstsein, nur das das Absolute nicht nur das Sehen umfasst, sondern die Summe aller Sinne bzw. exakter, die pure Empfindungsfähgkeit, die alle Sinne erst ermöglicht, ist. Und so wie der Einäugige das Auge (das er niemals Sehen wird) nur durch das Sehen als solche realisieren kann, realisiert sich das Absolute selbst nur durch die bewusste Empfindungsfähigkeit der Objekt ohne sich selbst jemals bewusst wahrnehmen zu können.

Realisation des Absoluten 

Um diese bewusste Wahrnehmungsfähigkeit zu realisieren, muss das Bewusstsein sich allerdings aus der Identifikation mit dem was es wahrnimmt lösen, es muss in seiner Form realisieren, dass es nicht die Form ist. So wie der Einäugige auch irgendwann  anfangen wird, sich zu fragen, mit was er da eigentlich schaut, wenn er sich „satt“ geschaut hat in dem leeren Raum. Dann beginnt seine Suche. Er wird als erstes realisieren, dass das Sehen gar nicht dasselbe ist, wie das was er sieht, sondern das Sehen  ein separater Wahrnehmungszustand (der das Sehen von Objekten möglich macht) ist – er erwacht aus dem bloßen anschauen der Objekte zu Erkenntnis des Sehens selbst. Vielleicht bleibt er stecken, vllt. fragt er sich dann aber noch – was ermöglicht dieses Sehen eigentlich ? Und damit ist er bei der Frage nach dem Absoluten gelandet – jetzt möchte er das Auge sehen, welches ihm das Sehen ermöglicht. Er wird es nie schaffen, weil das was das Sehen erschafft, sich selbst eben nicht sehen kann.

Für das Auge und das Sehen ist das noch einfach zu lösen, nimm einen Spiegel, dann siehst du dein Auge! Ist das wirklich so? Nein du siehst jetzt nur das Spiegelbild deines Auge, aber mit Sehen Deines Auges erblickt du niemals direkt, das Auge was dir dieses Sehen ermöglicht.  Lass Deine Auge sich selbst anschauen, es ist unmöglich. Im Spiegel oder mit dem anderen Auge erhältst du eine Vorstellung davon aber du kannst das Auge das Sehen „erzeugt“ bzw. in dem es sich realisiert, sich nicht direkt selbst erblicken lassen. Erweitere das auf die Ebene sämtlicher deiner bewussten Empfindungen – realisiere, dass du nicht die Empfindungen bist sondern die Empfindungsfähigkeit die das ermöglicht – und realisiere, dass du dir die Quelle dieser Empfindungsfähigkeit niemals bewusst wirst bewusst (durch Empfindungen) machen können – und du bist erwacht und hast realisiert wer du bist. Verweile in diesem Zustand dauerhaft und du wirst sein was du bist und schon immer warst. 

Und nochmal – irgendeine „wahrgenommene“ Trennung zwischen Absoluten, Bewusstsein und Manifestation ist Illusiom und Konzept – das ist unmöglich. Jede Form von Trennung ist Illusion. Es gibt im Absoluten, das das Bewusstsein ist, das die Manifestation ist – kein innen, außen – das ist die Trennung im und durch das  konzeptuelle Bewusstseins, was diese Illusion erzeugt und aufrecht erhält. Es ist gedanklich nicht erfassbar, weil das Denken auf Trennung fußt – aus der Trennung überhaupt erst möglich wird – es gibt kein Denken ohne Trennung.

Dass das Manifest-Bewusst-Absolute nur Bewusstsein ist, ist selbst nur realisierbar jenseits der Gedanken und Konzepte, wobei das Absolute sich hierbei jedweder Wahrnehmung total entzieht –  aber die Realisation des Mainfest-Bewussten automatisch die Erkenntnis des Absoluten hervor bringt. 

Genauso wie Objekte (Manifestes) und das Sehen (Bewusstes) derselben, einer Wahrnehmung und damit Kenntnis des Auges (Absolutes) ermöglichen, ohne das man es jemals direkt sehen kann und wird, eben weil es das Sehen ermöglicht, und daher unmöglich erblickt werden kann.  Und auch hier sind alle drei Dinge untrennbar dasselbe – konzeptuell zwar getrennt, aber existenziell untrennbar, nicht kann ohne das andere existieren.